L & G-GEBÄUDE: Stadt muss tief in die Tasche greifen

Folgekosten von über 6 Millionen Franken verursacht die Zentralisierung der Verwaltung. «Ein politischer Skandal», findet ein Gemeinderat.

Samantha Taylor
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Hier soll die Stadtverwaltung zentralisiert werden. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Hier soll die Stadtverwaltung zentralisiert werden. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Jetzt steht es schwarz auf weiss: Die Zentralisierung der Stadtverwaltung im ehemaligen L & G-Gebäude kommt die Stadt teurer zu stehen, als bisher angenommen – viel teurer. Rund 6,5 Millionen Franken wird die Stadt wohl noch mindestens hinblättern müssen. Das geht aus der Antwort des Stadtrates auf eine Interpellation von FDP-Gemeinderat Martin Kühn hervor. Die Umzugskosten machen dabei mit 460 000 einen eher kleinen Teil aus. Saftiger sind die Beträge, die unter dem Punkt «optionale Investitionen» aufgeführt werden. 4,9 Millionen Franken steht da. Darin enthalten sind unter anderem Kosten für den Innenausbau (1,9 Millionen Franken). Weitere 1,2 Millionen Franken wird die Stadt voraussichtlich für Brandschutz-Massnahmen in die Hand nehmen müssen. Der Interpellant Martin Kühn zeigte sich schockiert. Verärgert ist er vor allem über die «Falschaussagen und Fehlinformationen» der Stadt. «Sowohl im Grossen Gemeinderat wie auch im Abstimmungskampf hat die Stadt immer wieder betont, dass man mit Folgekosten von 600 000 Franken rechnen müsse. Jetzt sind sie zehn Mal höher.»