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In Menzingen arbeitet man an einem Landschaftsentwicklungskonzept

Im Auftrag des Kantons wird auch in der Zuger Berggemeinde an einem Landschaftsentwicklungskonzept gearbeitet. Die Bevölkerung konnte sich nun mit einbringen. Zusammengekommen sind viele konstruktive Vorschläge.
Carmen Rogenmoser
Auch für Menzingen wird nun ein Landschaftsentwicklungskonzept erstellt. (Bild: Stefan Kaiser, 23. Januar 2018)

Auch für Menzingen wird nun ein Landschaftsentwicklungskonzept erstellt.
(Bild: Stefan Kaiser, 23. Januar 2018)

Weitläufige Landschaften, Flüsse und ein kleiner See, nebelfrei und ländlich: Menzingen hat einiges zu bieten, wenn es um die Erholung in der Natur geht. Doch wie sollen sich Erholungsräume, Siedlungsräume, Freizeitaktivitäten und die Landwirtschaft mit- und nebeneinander entwickeln – und allfällige Konflikte entschärft werden? Damit beschäftigten sich rund 50 Interessierte und Verantwortliche am Donnerstagabend im Mehrzweckraum Ochsenmatt. Übergeordnet gilt es, ein Landschaftsentwicklungskonzept (LEK) für die Gemeinde zu entwickeln. Dies in Zusammenarbeit mit dem Kanton. Verschiedene Zuger Gemeinden, darunter Baar, Risch und Neuheim, haben sich bereits mit der Thematik auseinandergesetzt und ein entsprechendes Papier verabschiedet. In Menzingen wurde der Prozess nun mit einer Informations- und Mitwirkungsveranstaltung gemeinsam mit der Bevölkerung ins Rollen gebracht.

Konstruktiver Anlass

Die teilnehmenden Menzinger hatten sich offenbar bereits im Voraus viele Gedanken gemacht. «Es war ein äusserst konstruktiver Anlass», freut sich Gemeinderätin Barbara Beck, die zur Arbeitsgruppe LEK gehört. Zum Thema gemacht wurden etwa die Aufwertung, Begrünung und Verschönerung öffentlicher Plätze, allen voran beim Schulhaus und Rathaus. Vorgeschlagen wurde auch, dass aus dem Spielplatz beim Sportplatz etwas gemacht wird, oder dass es entlang der Gewässer mehr Gehölze, etwa Bäume und Hecken, geben sollte. «Konkret vorgeschlagen wurden unter anderem eine markierte Strecke für Biker oder ein Auslaufplatz für Hunde», zählt Beck auf. «Der Erholungseffekt in Menzingen ist so schön, das Dorf aber braucht eine Aufwertung», zitiert die Gemeinderätin eine Teilnehmerin.

Gerne setzen sich die Menzinger tatkräftig auch bei der Umsetzung ein. So wurde vorgeschlagen, dass man in Form von freiwilligen Arbeitseinsätzen selber mithelfen könnte. «Die Bevölkerung möchte beteiligt sein.» Dem LEK steht die Bevölkerung demnach positiv gegenüber. «Wir könnten sogleich mit der Umsetzung anfangen, die Ortsplanung müsste nicht revidiert werden», führt Barbara Beck aus. Ebenfalls wurde beim Budget für das Jahr 2019 bereits ein Betrag für das LEK eingesetzt.

Aufklärung und Verständnis füreinander

So schnell geht es dann aber doch nicht. Als Nächstes macht sich die Arbeitsgruppe, bestehend aus Mitgliedern des Gemeinderates, einem Biker, Landwirten, einer Lehrerin und einem Werkhofmitarbeiter sowie jemandem aus der Forstarbeit, daran, die Ideen aus der Mitwirkungsveranstaltung auszuwerten.

Die grösste Herausforderung sei es, einen Weg zwischen Parkplätzen und der Erholung zu finden, sagt die Gemeinderätin. «Das Gewerbe und die Bewohner sind auf die Parkplätze angewiesen, die Erholung ist aber nicht minder wichtig.» Das gelte mindestens im Siedlungsgebiet. «Ausserhalb treffen insbesondere viele Erholungssuchende mit der Landwirtschaft zusammen», so Beck. Da gelte es zu kanalisieren, vor allem auch weil viele, die die Nähe zur Natur suchen von auswärts kommen.

Viele denken nicht daran, dass die Landschaft nicht Allgemeingut ist, sondern jemandem gehöre. «Hebt jemand den Hundekot nicht auf, weiss er, dass er einen Blödsinn macht», erklärt Beck. Ein Kitesurfer denke aber vielleicht nicht daran, dass er bei dünner Schneeschicht das Land eines Bauern beschädige. «Umso wichtiger ist die Aufklärung zwischen den verschiedenen Akteuren, nur so kann Verständnis füreinander entstehen», sagt Barbara Beck. Das sei Aufgabe der Gemeinde, da könne sie Hand bieten.

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