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Landwirte aufgepasst

Zur Abstimmung über das revidierte Denkmalschutz­gesetz am 24. November

Der Kantonsrat will dem Denkmalschutz an den Kragen. Ich empfehle den Stimmbürgern, die Vorlage sehr genau anzuschauen, insbesondere den Bauern. Sollte das neue Gesetz angenommen werden, würden sie die negativen Auswirkungen als Erste zu spüren bekommen. Wieso? Gemäss eidgenössischem Raumplanungsgesetz sind in der Landwirtschaftszone nur Bauten zulässig, die landwirtschaftlicher Bewirtschaftung dienen, ausser sie stehen unter Denkmalschutz.

Dank dieser Ausnahmeklausel war es Landwirten bisher möglich gewesen, nicht mehr benötigte historische Bauten unter Denkmalschutz stellen zu lassen und sinnvoll umzunutzen und so einen wirtschaftlichen Ertrag zu generieren. So konnte beispielsweise in einer Stallscheune eine Wohnung eingebaut oder ein ehemaliges Waschhaus zu einem kleinen Büro umgebaut werden. Es gibt dazu viele gute Beispiele, wie der Denkmalschutz im Kanton Zug dazu beitrug, nicht mehr verwendete Bauten sinnvoll zu nutzen und so das bäuerliche Einkommen zu stärken.

Die Landwirte müssen sich bewusst sein: Bei Annahme des Gesetzes werden solch wirtschaftlich sinnvolle Umnutzungen nicht mehr möglich sein. Denn keine Scheune und kein Brennhaus wird die massiv verschärften Anforderungskriterien des neuen Gesetzes noch erfüllen. Und darüber hinaus verliert der Zuger Bauernverband mit der geplanten Abschaffung der Denkmalkommission seine Möglichkeit, beim Denkmalschutz Einfluss zu nehmen. Als langjähriger Vertreter der Landwirtschaft in der kantonalen Denkmalkommission empfehle ich den Bauern ein Nein zum neuen Denkmalschutzgesetz.

Ruedi Schicker, Hünenberg See

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