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Leserbrief

Landwirtschaft als Sündenbock

«Wir schützen, was wir lieben», Ausgabe vom 26. Oktober

In keiner anderen Branche wird so viel mitgeredet wie bei der Landwirtschaft. Viele Konsumenten denken, dass sie mindestens genauso viel vom Business verstehen, wie der Landwirt selber. Die Vorschriften nehmen zu, Preise dagegen ab. Alles soll billiger werden. Wenn jedoch ein Video von Tierquälerei vom nahen Ausland publik wird, ist schnell mit dem Finger auf die Schweizer Landwirte gezeigt. Mit der Gewässerschutz-Initiative fängt das ganze «Rössli-Spiel» wieder von vorne an. Gewisse Gutmenschen meinen, genau zu wissen, wo das Problem liegt. Der Pflanzenschutz soll schuld sein.

Erschreckend ist, wenn man die Schadstoffe, die pro Jahr in den Rhein fliessen, genauer anschaut. 65 Tonnen Schadstoffe kommen aus der Industrie und den Haushalten, gefolgt von je 20 Tonnen Arzneimitteln und künstlichen Lebensmittelzusatzstoffen und einer Tonne Pflanzenschutzmittel. Diese Tonne Pflanzenschutzmittel soll jetzt alleiniger Sündenbock sein für die verseuchten Gewässer. Das gute Schweizer Hahnenwasser kann man aber bedenkenlos trinken. Alle Reisenden wissen, dass das Luxus ist.

Es ist derzeit ein Trend zu beobachten. Wenn ein Problem vorhanden ist, macht man die Schweizer Landwirtschaft verantwortlich. Gewählt ist die grüne Partei schnell. Jedoch auf den jährlichen Urlaub im fernen Ausland zu verzichten, genau wegen der Klimaerwärmung, daran ist nicht zu denken. Ich wünschte mir mehr Anerkennung und Respekt, für die, die täglich, meist 365 Tage im Jahr, um 5 Uhr Kühe melken. Und die, die um Mitternacht aufstehen, weil ein Kälbchen zur Welt kommt.

Mirjam Buholzer, Buttisholz

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