LANDWIRTSCHAFT: Ein Golfplatz ist kein Ackerland

Der Kanton Zug hat Mühe, die Fruchtfolgeflächen beisammenzuhalten. Nur: Wie will die Regierung dies in Zukunft handhaben?

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Szene vom Golfplatz Holzhäusern: Hier werden keine Kartoffeln mehr wachsen. Die Regierung muss daraus die Folgen ziehen. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Szene vom Golfplatz Holzhäusern: Hier werden keine Kartoffeln mehr wachsen. Die Regierung muss daraus die Folgen ziehen. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

3000 Hektaren und nicht weniger, das ist die Vorgabe der Eidgenossenschaft für die Fruchtfolgeflächen im Kanton Zug. «Diese Fläche ist zurzeit nicht gesichert», bekennt der Regierungsrat und beantragt daher dem Kantonsrat eine Anpassung des Richtplans. Fruchtfolgefläche bedeutet gemäss Bundesvorschrift «ackerfähiges Kulturland, vorab Ackerland und die Kunstwiesen in Rotation sowie ackerfähige Naturwiesen».

Im Jahr 2004 hatte der Kanton gerade noch 3055 Hektaren an Fruchtfolgeflächen. Dies ist die Nettozahl, brutto sind es noch fast 3800 Hektaren. Der Unterschied zwischen brutto und netto rührt daher, dass Wege, Böschungen und Flächen in höheren Geländestufen zur zu 75 oder zu 50 Prozent angerechnet werden.

Eingriffe ins Ackerbauland
Verschiedene Einträge in den Richtplan von 2004 betrafen Siedlungserweiterungsgebiete, Inertstoffdeponien und vor allem den Golfplatz in Risch/Hünenberg. Wegen des Golfplatzes Holzhäusern müssen 76 Hektaren Fruchtfolgefläche aus dem Richtplan gestrichen werden, die Siedlungsgebiete uferten mit 81 Hektaren ins Kulturland aus, die Deponie Tännlimoos in Baar macht 10, die Landschaftsschutzzone Reuss 8 und das Kiesabbaugebiet Betlehem 7 Hektaren aus. Für die Reitsportanlage gingen 2 Hektaren weg.

Karl Etter

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Zuger Zeitung.