Landwirtschaft
Mit einem nationalen Programm wird auch die Schweizer Obstbranche nachhaltiger

Der Schweizer Obstverband und der Verband des Schweizerischen Früchte-, Gemüse- und Kartoffelhandels Swisscofel stellen das Programm «Nachhaltigkeit Früchte» vor.

Cornelia Bisch
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Mit dem Programm «Nachhaltigkeit Früchte» werde die Kernobstproduktion noch nachhaltiger und die Umwelt deutlich geschont, schreibt der Schweizer Obstverband in einer Medienmitteilung. Im Gegenzug erhalte die Produktion einen finanziellen Mehrwert.

Die Schweizer Obstproduktion wird dank eines nationalen Programms deutlich nachhaltiger.

Die Schweizer Obstproduktion wird dank eines nationalen Programms deutlich nachhaltiger.

Bild: Maria Schmid (Hünenberg, 15. Oktober 2018)

«Die Unterstützung für das Programm ist gross: Bereits im ersten Jahr wird auf mehr als 85 Prozent der Kernobstfläche gemäss den neuen Anforderungen produziert», so der Obstverband. «Die grosse Unterstützung des nationalen Branchenprogramms zeigt den Willen der Obstproduzentinnen und -produzenten, die Zukunft aktiv anzugehen und noch nachhaltiger zu produzieren», betont Jimmy Mariéthoz, Direktor des Schweizer Obstverbandes.

Schutz von Pflanzen, Böden, Wasser und Biodiversität

Mit der hohen Beteiligung am Nachhaltigkeitsprogramm leiste die Branche einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung des bundesrätlichen Massnahmenplans «Sauberes Wasser», so der Verband weiter. Die nationale Branchenlösung umfasse neun Nachhaltigkeitsziele wie Pflanzenschutz, Bodenfruchtbarkeit und Düngung, Biodiversität oder Wassernutzung, und siehe rund 90 Massnahmen vor.

Die Verwendung von Netzen gegen Schädlinge ist eine der Massnahmen des nationalen Programms «Nachhaltigkeit Früchte».

Die Verwendung von Netzen gegen Schädlinge ist eine der Massnahmen des nationalen Programms «Nachhaltigkeit Früchte».

Bild: Maria Schmid (Hünenberg, 15. Oktober 2018)

Dazu gehören beispielsweise die Verwendung von Insektennetzen, der vollständige Verzicht auf chemisch-synthetische Insektizide gegen Wickler, der Verzicht auf Herbizide mittels mechanischer, elektrischer oder thermischer Massnahmen zur Baumstreifenpflege, der Einsatz von Raubmilben oder anderen Nützlingen, die Förderung von Ohrwurm, Wildbienen und Bienen.

Damit werde den gestiegenen Anforderungen von Konsumierenden, Gesellschaft, Markt und Politik Rechnung getragen, schreibt der Obstverband. Für den zusätzlichen Aufwand würden Produzentinnen und Produzenten mit sechs Rappen pro Kilogramm Kernobst entschädigt. Dieser Mehrerlös gelte für Äpfel und Birnen der ersten und zweiten Klasse.

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