LANDWIRTSCHAFT: Zug ist ein Pferdekanton

Der Wohlstand macht es möglich: Es gibt hier wieder so viele Pferde wie vor 100 Jahren. Der «Rössli-Boom» schafft aber auch Probleme.

Wolfgang Holz
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Laut der Tierverkehrsdatenbank sind im Kanton Zug seit Anfang 2013 879 Pferde verzeichnet. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Laut der Tierverkehrsdatenbank sind im Kanton Zug seit Anfang 2013 879 Pferde verzeichnet. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Im kleinen Kanton Zug wollen immer mehr Leute reiten und ihre Rösser unterstellen. Laut Tierverkehrsdatenbank (TVD) der Bundesverwaltung sind Anfang diesen Jahres 879 Pferde in Zug verzeichnet, die von 116 Tierhaltern gehalten werden. Und zwar hobbymässig in Pferdeboxen oder auf einem richtigen Pensionshof. Wobei die durchschnittliche Zahl Pferde pro Halter im Kanton laut Tierverkehrsdatenbank bei acht Tieren liegt. Insgesamt geht man in der Schweiz derzeit von einem Pferdebestand von rund 100 000 Tieren aus – das sind so viele wie vor hundert Jahren. Damals waren die Pferde noch Arbeitstiere. Heutzutage verbringen ihre Besitzer mit ihnen die Freizeit.

«Hat mit dem Wohlstand zu tun»

«Der Pferde-Boom im Kanton Zug hat sicher etwas mit dem Wohlstand hier zu tun», sagt Thomas Rickenbacher. Der Chamer CVP-Politiker und frühere Landwirt betreibt inzwischen im Spiess an der Knonauerstrasse gewerbsmässig einen Pensionshof. «Wir haben auch Kunden aus dem Aargau, aus Schwyz, Luzern und Zürich», so der Pferdehalter. Doch Pferde gefallen nicht allen. Davon kann Rickenbacher ein Lied singen. Ein Problem ist der Pferdekot. Denn nicht selten sind auf Rad- und Wanderwegen Pferdeäpfel verstreut. «Und es ist auch ein Problem, dass sich immer wieder Biker, Fussgänger und eben Reiter in die Quere kommen», wie Stefan Rohrer, stellvertretender Abteilungsleiter des kantonalen Amts für Landwirtschaft, sagt.

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