Langzeitgymnasium: Sympathien für Abschaffung

Der Zuger Kantonsrat wird am Donnerstag wohl das Schulsystem stärken. Das tun nicht alle aus voller Überzeugung.

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Joel Elsener, Selim Gautschi, Michael Kenneally und Lars John (v.l.n.r.) lernen in der Aula der Kantonsschule Zug. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Joel Elsener, Selim Gautschi, Michael Kenneally und Lars John (v.l.n.r.) lernen in der Aula der Kantonsschule Zug. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)


Am Donnerstag steht im Kantonsrat das Schulsystem auf dem Prüfstand. Arthur Walker (CVP, Unterägeri) und Dominik Lehner (FDP, Risch-Rotkreuz) wollen mit einer Motion das Langzeitgymnasium abschaffen. Der Regierungsrat hält mit voller Kraft dagegen und verteidigt das System – weil es sich bewährt habe und es die Schüler optimal auf ein Hochschulstudium vorbereite.

Walker und Lehner sind enttäuscht von der Antwort, «obwohl damit zu rechnen war». Für eine vertiefte Auseinandersetzung mit der aufgeworfenen Problematik der auch von Experten postulierten zu frühen Selektion im Bildungswesen fehlten im Antrag des Regierungsrates die dafür notwendigen Pro- und Kontra-Argumente, kritisieren Walker und Lehner den Bildungsdirektor.

«Insbesondere erwarten wir vom Kantonsrat, dass er dem zweiten Anliegen der Motion, der stärkeren gegenseitigen Abstimmung der Lehrpläne zwischen den beiden Ausbildungsrichtungen und insbesondere dem Berufsfindungsprozess in den beiden ersten Jahren des Langzeitgymnasiums, durch eine Teilerheblicherklärung Rechnung trägt», fordern die zwei Motionäre.

Ein nicht aussichtsloses Unterfangen. Denn zumindest bringen die Alternative-die Grünen, SP, CVP und FDP dem Anliegen gewisse Sympathien entgegen. Nur die SVP steht geschlossen hinter dem Bildungsdirektor.

Freddy Trütsch

<em>Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Zuger Zeitung.</em>