Leserbrief

Lassen Sie sich nicht einschüchtern!

Zur Begrenzungsinitiative

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Am 17. Mai stimmen wir über die Begrenzungsinitiative der SVP ab. Diese will, wie der Name sagt, die Zuwanderung aus der EU in die Schweiz begrenzen, denn in den letzten 13 Jahren ist die Bevölkerung der Schweiz um eine Million Menschen gewachsen. Soll das so weitergehen? Wann ist es genug? Bei 10 Millionen? Bei 15 oder 20 Millionen?

Personenfreizügigkeit bedeutet, dass 500 Millionen EU-Bürger entscheiden können, ob und wann sie in die Schweiz ziehen. Die Schweiz hat die Kontrolle über die Zuwanderung verloren; den Haustürschlüssel – sozusagen bilateral – an die Brüsseler Bürokratie abgegeben. Vielen (oft ausländischen) Managern grosser Konzerne ist diese Situation jedoch höchst angenehm, können sie sich doch so aus einem Überangebot günstiger, oftmals junger Arbeitskräfte aus dem EU-Raum bedienen. Ältere (oftmals Schweizer) Mitarbeiter bleiben auf der Strecke. So wird von der offiziellen Wirtschaft ein Weltuntergangsszenario verbreitet, welches bei Annahme der Vorlage, die Schweiz treffen wird.

Das erinnert an eine Abstimmung von 1992, als die Wirtschaftsverbände ebenfalls mit einem Wohlstandskollaps drohten. Die Folgen sind bekannt. Lassen Sie sich also nicht einschüchtern und stimmen Sie Ja am 17. Mai!

Roman Küng, SVP-Gemeinderat, Stadt Zug