Lautstark durch die Zuger Altstadt

Am Greth Schell füllten sich Klein und Gross die Taschen mit Süssem. Obwohl es von gfürchigen Gestalten verteilt wurde.

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Jedes Jahr ein Spektakel und das für Gross und Klein. Greth Schell und ihre Gehilfen. (Bild: Maria Schmid/Neue ZZ)

Jedes Jahr ein Spektakel und das für Gross und Klein. Greth Schell und ihre Gehilfen. (Bild: Maria Schmid/Neue ZZ)

Gebannt blicken die kleinen Clowns, Leoparden, Hexen und Könige nach oben. Unter der Terrasse des Theaters Casino Zug herrscht fast gespenstische Ruhe. Dann öffnet sich oben die Türe, und die Mitglieder der Zunft der Schreiner, Drechsler und Küfer treten auf den Balkon. «Was müsst ihr rufen?» schreit ein Zünftler. Mit einem Schlag ist es vorbei mit der Ruhe. «Greth Schällebei, Greth Schällebei», gibt die Kinderschar zurück. Erst etwas zaghaft, doch schon nach der ersten Aufforderung, «lauter», schreien sich die Mädchen und Buben fast die Seele aus dem Leib. Für ihren Einsatz werden sie belohnt. Durch die Luft fliegen Orangen, Würstchen, Mutschlis und allerlei Süsses.

Bild: Maria Schmid / Neue ZZ
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Das ist erst der Anfang des Greth Schell, das gestern in der Zuger Altstadt stattfand. Nach kurzer Zeit verschwinden die Zünftler, und aus dem Casino tritt Greth Schell mit ihrem betrunkenen Mann auf dem Rücken, begleitet von sieben Löli, die alle ausgerüstet sind mit Leckereien, Ruten und Saublasen. Sie tanzen durch die Menge und schwingen die Blasen. Die Kinder lassen sich von den gfürchigen Gestalten nicht abschrecken. Ihre Mission ist klar: Ihre Taschen und Rucksäcke müssen gefüllt werden. «Wir haben keine Angst vor den Löli. Darum haben wir auch schon so viel gesammelt», sagt die 11-jährige Elena, die mit ihren Freundinnen beinahe zwei Einkaufstaschen mit Orangen und Guetzli gefüllt hat. So scheint es den meisten zu gehen. Die Löli sind auf ihrem Zug durch die Unter Altstadt umringt von jungen Fasnächtlern und einem lauten Ruf: «Greth Schällebei, Greth Schällebei.

Samantha Taylor