Lebensgefahr n‐ Ambulanz kommt nicht

Eine 16-jährige Diabetikerin aus dem Kanton Zug droht zu sterben. Trotzdem, der Krankenwagen wird nicht losgeschickt. Nun klärt der Zuger Kantonsarzt den Fall ab.

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Der Rettungsdienst in Zug ist im Gebäude der Polizei und Zugerlandverkehrsbetriebe. (Bild: Werner Schelbert/Neue ZZ)

Der Rettungsdienst in Zug ist im Gebäude der Polizei und Zugerlandverkehrsbetriebe. (Bild: Werner Schelbert/Neue ZZ)

Die Sanitätsnotrufzentrale der Nummer 144 hat einer 16-jährigen Diabetikerin, die sich in einem lebensbedrohlichen Zustand befunden hat, den Transport verweigert. Obwohl eine Notärztin am Telefon nachträglich die Gefährlichkeit der Situation attestierte und sogar die Anmeldung am Kantonsspital Baar übernahm, musste die Mutter der Schwerkranken den Transport selber organisieren. Da ihr kein eigener Wagen zur Verfügung stand, übernahm schliesslich ein Nachbar die Fahrt.

Der Fall ist durch einen Leserbrief der empörten Mutter publik geworden. Nun klärt der Zuger Kantonsarzt Rudolf Hauri im Auftrag der Gesundheitsdirektion die Geschehnisse ab. Klar ist bisher, dass der Entscheid bereits in der Sanitätsnotrufzentrale gefällt wurde, die von Luzern aus zentral betrieben wird: ansonsten «ein guter Partner», wie Andreas Müller, Leiter des Rettungsdienstes Zug, sagt. Im aktuellen Fall jedoch könnte eine Fehlbeurteilung vorliegen: «Meine Tochter wäre fast gestorben», sagt die Mutter.

cv/sh

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