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«Lebensraum Metalli» bewegt die Bevölkerung

Die Zug Estates will ihre Immobilien im Zuger Zentrum umgestalten, dazu wurde nun der Austausch mit den zukünftigen Nutzern gesucht.
Christopher Gilb
Zug Estates CEO Tobias Achermann bei der Präsentation der Ausstellung in der Einkaufs-Allee. (Bild: PD)

Zug Estates CEO Tobias Achermann bei der Präsentation der Ausstellung in der Einkaufs-Allee. (Bild: PD)

Vielen wird sie aufgefallen sein, die Ausstellung, die sich während zweier Wochen in der Einkaufspassage Metalli befand: Mit den Informationen zur historischen Entwicklung des Gebiets und der Pinnwand mit den gelben Zetteln zur Frage, wie sich der «Lebensraum Metalli» entwickeln soll. Dieser umfasst das heutige Einkaufszentrum Metalli mit den Wohnungen und Geschäftsräumen, den diversen Plätzen vor und zwischen den Gebäuden sowie das Gebiet Bergli mit Parkhotel und Residence Park. Die Grundeigentümerin Zug Estates will diesen Raum in den nächsten Jahren «massvoll umgestalten» und im Einklang mit der Gesamtentwicklung der Stadt Zug auf künftige Bedürfnisse und Möglichkeiten ausrichten. Wir berichteten.

Im Rahmen eines Wettbewerbs sind nun drei Teams aus Architekten, Städtebauern und Freiraumgestaltern dabei, Konzepte für die Gestaltung auszuarbeiten. Einfliessen sollen auch die Wünsche der Bevölkerung. Die Ausstellung war der Auftakt für den Dialog mit dieser. Hunderte von Interessenten und Passanten nutzten die Gelegenheit, sich im Gespräch mit Projektverantwortlichen einzubringen, über tausend Handzettel auf der Pinnwand wurden mit Hinweisen ausgefüllt, solche konnten auch über die Website «lebensraum-metalli.ch» übermittelt werden.

Wie wär’s mit einem Infinity Pool?

«Unsere Erwartungen wurden mehr als erfüllt. Viele kamen sogar extra zu den angekündigten Zeiten ins Metalli, um uns zu treffen und ihre Ideen einzubringen», sagt Florian Diener, der Projektleiter von «Lebensraum Metalli». Das Echo dieser ersten Runde sei, dass das «Metalli» verstärkt zum Ort der Begegnung werden solle, mit hoher Aufenthaltsqualität auch ausserhalb der Ladenöffnungszeiten, mit Raum für Gastronomie, Events, kulturellen Attraktionen und einer Atmosphäre, die zum Verweilen einlade. Welche Ideen überraschten die Planer besonders? «Es gab natürlich zahlreiche Einzelideen, die vom Infinity Pool auf dem Dach bis hin zum architektonischen Highlight von einem berühmten Architekten reichten», so Diener. Vor allem aber habe überrascht, mit welcher Selbstverständlichkeit sich die Leute vorstellen könnten, dass sich der Raum Metalli zu einer Art multifunktionalem Stadtplatz und Treffpunkt entwickeln würde. Gestalterisch wiederum sei vor allem eine intensive Begrünung sowie, dass das eine oder andere Element der heutigen Architektur wiedererkennbar bleibe, gewünscht worden. Unbedingt erhalten bleiben soll zudem die offene Vernetzung in Richtung Bahnhof und zu den benachbarten Quartieren der Stadt.

Selbstverständlich sei aber auch Bedenken geäussert worden. Besondere Beachtung verlange demnach die Verkehrsführung rund um das Quartier, aber auch das Thema Lärmimmission künftiger Nutzungen oder die ökologisch verträgliche Ausgestaltung der Bauten. Und auch Wohnraum für sozial Schwächere soll eingeplant werden. Jüngere Gesprächspartner hätten zudem häufig darauf hingewiesen, dass der künftige Angebotsmix verstärkt auch Attraktionen für ihre Generation enthalten solle. «Konkret wurden etwa junge, zum Teil preiswerte Modelabels genannt oder bestimmte Food-Anbieter, welche derzeit in vielen Städten unter Jungen als trendiger Treffpunkt gelten», erklärt Projektleiter Diener.

Die Projektteams haben nun den Auftrag, die genannten Wünsche in ihrem Variantenstudium zu berücksichtigen. Aus dem Siegerprojekt soll dann bis Mitte 2020 ein Richtprojekt ausgearbeitet werden.

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