LEHRSTELLEN: Nur wenige Einwanderer bilden aus

Noch sind rund 139 Lehrstellen im Kanton offen. Doch auch in diesem Jahr werden nicht alle Jugendlichen einen Platz finden. Besonders Migranten haben es schwer.

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Vorbildlich: Der Zuger Unternehmer Muharrem Sinani gibt jungen Ausländern die Chance zum Einstieg ins Berufsleben. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Vorbildlich: Der Zuger Unternehmer Muharrem Sinani gibt jungen Ausländern die Chance zum Einstieg ins Berufsleben. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Gerade Jugendliche aus Einwandererfamilien haben oft Probleme, eine Lehrstelle zu finden. Die Gründe sind nicht nur Sprachdefizite oder schlechte Schulleistungen, sondern auch Vorurteile und das fehlende Netzwerk der jungen Ausländer. Sie können sich nicht einfach auf Vaters oder Mutters geschäftliche und private Kontakte zu Unternehmern verlassen. Dieses Defizit wird auch nicht durch Betriebe von Einwanderern aufgefangen. Zwar haben im Kanton Zug die Existenzgründungen durch Ausländer rasant zugenommen, viele dieser Firmen bilden aber nicht aus. «Oft fehlt diesen Unternehmern die entsprechende Ausbildung, um Lehrlingen einzustellen», sagt Rémy Müller, Leiter des Zuger Bildungsverbundes Bildungsnetz. «Wir versuchen aber durch Sonderlösungen, auch diese Betriebe zum Ausbilden zu animieren.»

Sinatec steht allein auf weiter Flur
Trotzdem, nur rund ein Fünftel der Betriebe, die zusammen mit dem Verbund ausbilden, gehören Ausländern. Einer der wenigen ist der Zuger Unternehmer Muharrem Sinani. Seine Firma Sinatec stellt Werkzeug und Maschinen für Kaminfeger her. Seit einem Jahr bietet er neben einer Praktikumsstelle auch eine Lehre zum Mechapraktiker an. Doch einfach war der Weg zum Lehrbetrieb am Anfang nicht. Denn auch Sinani fehlte die nötige Ausbildung, um Lehrlinge einzustellen. In seinem Heimatland Kosovo gibt es keine Lehre wie in der Schweiz.

Nelly Keune

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Zuger Zeitung.