Leserbrief
Bürgernahe Politik sieht anders aus

Leserbrief «Gemeinde sollte für Bürger handeln», Ausgabe vom 24. März

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Gegen das nachträgliche Baugesuch für einen Massagebetrieb in der Altgasse haben bekanntlich 150 Anwohner bei der Gemeinde Einsprache erhoben. In diversen Leserbriefen monieren die Anwohner nun das Verhalten und die Kommunikation des Gemeinderates. Von «Respektlosigkeit» ist unter anderem die Rede.

Obwohl wir die Abläufe im konkreten Fall nicht im Detail kennen und uns kein Urteil anmassen, erinnert uns das Ganze sehr an die Geschehnisse im Zusammenhang mit der von der SVP eingereichten Einsprache betreffend das Asylzentrum Obermühle im Jahr 2016 sowie die im letzten Jahr von der SVP eingereichte Petition «Keine gewerbefeindliche Erhöhung der Baarer Parkgebühren». Die Einsprache gegen das Asylzentrum wurde von 70 Anwohnern unterzeichnet, die Petition gar von 639 Baarerinnen und Baarern.

Beide Male hielt es der Gemeinderat nicht für nötig, sich den Anliegen so vieler Baarerinnen und Baarer anzunehmen, das Gespräch mit uns zu suchen und eine gemeinsame Lösungsfindung in Betracht zu ziehen. Vielmehr machten sich einzelne Gemeinderäte lustig über uns, stempelten uns als Querulanten ab oder forderten mindestens 3000 Unterschriften, ansonsten würden sie uns nicht ernstnehmen können. Bürgernahe Politik sieht für uns anders aus.

Den Anwohnern der Altgasse möchten wir an dieser Stelle Mut zusprechen. Bleiben Sie hartnäckig und lassen Sie sich nicht unterkriegen. Das Beispiel des Asylzentrums zeigt, dass es sich lohnt, für seine Überzeugungen zu kämpfen. Das entsprechende Baugesuch für das Asylzentrum wurde vor dem Bundesgericht zurückgezogen und heute steht keine Asylcontainersiedlung mitten in Baar.

Georg Meyer, Vorstand SVP Baar, Baar
Michael Riboni, Kantonsrat SVP, Baar
Beni Riedi, Kantonsrat SVP, Baar