Leserbrief
Die Vorkommnisse ums Tierheim gehören aufgearbeitet

«Spannungen im Allenwindner Tierheim», Ausgabe vom 17. April

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Ich bin sehr erstaunt, wie der Präsident Stefan Werner mehrmals betont, dass rechtlich alles korrekt gelaufen sei. Mag ja sein. Ein Anwalt für die Gegenseite konnte ja auch nicht über das Vereinsbudget des Tierschutzvereins Zug (TSVZ) abgerechnet werden. Ich hatte die Möglichkeit, Einsicht in das Dossier der Geschädigten in dieser Angelegenheit zu haben. Dass sich der Vorstand des TSVZ/Tierheim Allenwinden (THA) intensiv bemüht hat, um eine einvernehmliche Lösung zu finden, wie Stefan Werner betont, ist meines Erachtens ein Witz. Die vorhandenen Beweise sprechen klar eine andere Sprache.

Menschen und Empathie schienen bei diesen Vorkommnissen keine Rolle gespielt zu haben. Immerhin wurde das gesamte Personal innerhalb von drei Monaten entlassen, freigestellt oder hat sich selbst um eine Folgelösung gekümmert.

Ein gemeinsames Gespräch beim Amt für Berufsbildung zusammen mit allen beteiligten Parteien hat, im Fall einer Lernenden, nie stattgefunden. Es ist sonderbar, dass das Amt für Berufsbildung keine weiteren Fragen hatte, zumal ja gleich zwei Lernende aus dem THA von diesen Spannungen betroffen waren. Es gilt auch zu bemerken, dass ein Lehrvertrag jederzeit einseitig gekündigt werden kann. Als Letztes sei noch bemerkt, dass der Vorstand, nicht wie in den Statuten des TSVZ definiert, konstituiert ist. Er besteht aus lediglich vier Mitgliedern, wovon zwei Mitglieder verheiratet sind. Das heisst, dass das Ehepaar Werner also praktisch im Alleingang über die Geschicke des TSVZ/THA entscheiden kann.

Als Vereinsmitglied hoffe ich doch sehr, dass diese unrühmliche Geschichte mit der nächsten GV aufgearbeitet wird und wieder Tier- und Menschenwohl im Fokus stehen.

Monika Steiner, Baar