Leserbrief
Ein Dank an die Aufräumer in Orange

«Nachtruhestörung nimmt zu», Ausgabe vom 24.März

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Jeden frühen Morgen – auch sonntags – reinigen die orangen Männer mit ihren Wägelchen unsere Stadt bis auf den kleinsten Fetzen Papier, sodass sich diese vorbildlich herausgeputzt ihren Bewohnern und Besuchern präsentiert. Einfach grossartig. Dafür sei ihnen ganz herzlich gedankt!

Leider haben sie es bei ihrer Putztour auch mit den üblen Rückständen einer besonderen Gattung unserer Gesellschaft zu tun. Jeweils an schönen Abenden – vorwiegend am Freitag und Samstag – feiern rücksichtslose Egoisten (nicht nur aus Zug) entlang der Seepromenade und in angrenzenden Strassen ihre Partys. Da wird bis in die frühen Morgenstunden gesoffen, gelärmt und mit Radios der Lärmpegel verstärkt. Um Coronavorschriften kümmert man sich ohnehin nicht. Für heimische Spaziergänger wird dieser offenbar rechtsfreie Stadtteil in diesen Stunden zum gefährlichen Revier. Und dann lassen diese Chaoten einfach alles liegen und leben ihren Drang zum Vandalismus aus. Es ist unglaublich, was da an Abfall und zerschlagenen Flaschen liegen gelassen wird. Aber die Vermüller wissen ja: Es kostet sie nichts und die zuverlässigen Heinzelmänner vom Baudepartement räumen das alles frühmorgens wieder auf. Nochmals: Dafür sei den Räumungsequipen gedankt. Auch all jenen, die sich um eine Wiederherstellung von normalen Zuständen bemühen.

Carlo von Ah, Zug