Leserbrief
«Eine Verluderung der Sitten»

Zur Überbauung auf dem Areal St.Anna in Unterägeri

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Die Schlacht für die letzte Etappe der Überbauung im Areal St.Anna-Annahof ist mit der Hilfe der Gerichte für uns Mitglieder der vier Körperschaften verloren gegangen.

Die Schande bleibt für immer bestehen. Die vier Körperschaften: Einwohnergemeinde, Bürgergemeinde, Kirchgemeinde und die Korporation haben vor einiger Zeit ihre Vertreter in den Stiftungsrat St.Anna in Unterägeri bestimmt, dazu kommt noch die Vizepräsidentin der Stiftung, welche der SVP Unterägeri vorsteht. Wie sich diese Vertretung beim Verkauf unserer absoluten Land-Perle oberhalb der alten Kirche an den Investor Bonainvest verhalten hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Auf alle Fälle muss ja eine Mehrheit zu Stande gekommen sein. Dieser Beschluss entspricht sicher nicht dem Willen der Bevölkerung. Ich bezeichne diesen Stiftungsrat als Blackbox. Zudem, was haben fremde Personen in diesem Stiftungsrat verloren, welche unsere Dorfkultur nicht kennen? Auch fehlt es an Mut und Verständnis, die Bevölkerung über diesen offenbar absolut schwachen Deal aufzuklären – das sind Hasenfüsse der Extraklasse.

Nun, das Land ist für immer verloren, und das soll eine Leistung sein? Die Vertretungen der Körperschaften und die Vizepräsidentin sollten sich eigentlich für das Wohl und Vermögen der Mitglieder der Körperschaften einsetzen. Was wir früher gelehrt bekommen haben und bis jetzt hochgehalten haben, ist mit dem Segen der Gerichte für das Weiterbauen der letzten Etappe im Areal St.Anna-Annahof nur noch reine Makulatur geworden – für mich eine absolute Verluderung unserer Prinzipien.

Hans-Rudolf Iten-Hartmann, Unterägeri