Leserbrief
Joe Biden schüttet das Kind mit dem Bade aus

«Zum Infrastrukturprogramm des US-Präsidenten Joe Biden»

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Der neue US Präsident Biden versucht mit eher mässigem Erfolg in einer Analogie zu seinem Vorgänger Trump, die im Wahlkampf gemachten Versprechungen umzusetzen. Ein positiver Aspekt; das milliardenschwere Infrastrukturprogramm, das er nun auflegen will. Von seinem Amtsvorgänger Trump angestossen, versucht Biden hier mit billigem Populismus, Boden gut zu machen, den er durch sein Versagen an der US-Südgrenze verloren hat. Finanziert werden soll dieses allerdings längst überfällige staatliche Grossprojekt mit einer Erhöhung der Steuern für Schwerreiche. Solche Vermögende, welche bisher kaum oder gar keine Steuern zu entrichten hatten, will er nun finanziell zur Ader lassen. Ungeachtet der Tatsache, dass diese Millionäre Tausende Arbeitsplätze schaffen, und so dem unter Trumps Vorgängern vernachlässigten US-Mittelstand kräftig unter die Arme griffen, könnten solch massive Eingriffe des Fiskus in die Wirtschaft die Abwanderung so mancher Grosskonzerne zur Folge haben. Joe Biden schüttet hier das Kind mit dem Bade aus, und riskiert damit, eine Welle von Entlassungen auszulösen. Durch diese wirtschaftspolitischen Ansätze linker Provenienz rückt seine Administration immer weiter weg von Donald Trumps äusserst erfolgreicher Wirtschafts- und Arbeitsmarktagenda.

Otto Rölli jun., Menzingen