Leserbrief
Kleine Läden werden verschwinden

Zur kantonalen Abstimmung

Christian Ehrbar, Menzingen
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Die kleinen Läden in Zug und Umgebung sind eine Bereicherung für unser Leben und unsere Kultur. Mit den längeren Ladenöffnungszeiten werden wieder einige dieser Läden verschwinden, weil sie diesen Aufwand nicht betreiben können. So überleben nur die grossen Läden.

Darum ein klares Nein in die Urne, für Ladenvielfalt und das Überleben der Kleinen.

Christian Ehrbar, Menzingen


Eine Massnahme gegen die Verbreitung von Corona ist die Anpassung der Ladenöffnungszeiten. In einem natürlichen Experiment haben wir dadurch alle erfahren, was es bedeutet, wenn wirklich alle Läden um 19 Uhr schliessen und auch das Gewerbe am Bahnhof nicht länger offenbleibt. In dieser Zeit wollte ich mehrmals nach 19 Uhr an den Bahnhof gehen, nur um mich daran zu erinnern, dass die Läden dort auch geschlossen waren. Um die Pandemie zu bekämpfen, sind wir bereit, unsere Freiheit einzuschränken. Aber es zeigt auch, wie unzeitgemäss die aktuellen Ladenöffnungszeiten sind.

Der Kanton zwingt auch ohne Corona die meisten Läden, bereits um 19 Uhr zu schliessen, obwohl einige gerne länger öffnen würden. Am 7. März stimmen wir ab, ob wir die regulär erlaubten Öffnungszeiten um eine Stunde erweitern wollen. Ich stimme mit Überzeugung Ja, denn wie wir durch die Massnahmen gesehen haben, entsprechen diese alten Regelungen nicht mehr dem gesellschaftlichen Bedürfnis.

Tabea Estermann, Co-Präsidentin GLP Kanton Zug, Zug