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Leserbrief

Klima – ein Alternativausblick

«Leugnung oder Hysterie?», Ausgabe vom 16. April

Wer verfügt eigentlich über die Kompetenz, zu bestimmen, der aktuelle Zustand unserer Erde sei der einzig beste und unter allen Umständen zu bewahrende? Seit die Erde ist, verändert sich ihr Zustand. Dieser steten Mutation verdanken wir Menschen – als vorläufige Krone dieses Geschehens – unsere Existenz. Nur blinde Ideologen und verbohrte Kreationisten wagen zu behaupten, der menschliche Entwicklungs­zustand sei auf der Klimax der Entwicklung angelangt. Bevor wir uns anmassen, Gott zu spielen und das Aussehen unserer Erde zu planen, sollte jeder Einzelne von uns versuchen, sich zuerst selber zum Besseren zu entwickeln. Gelingt dies nicht, wird die Natur uns die Bedingungen aufzwingen, und wie die Geschichte der Erde zeigt, steht zumindest temporär nicht immer die Biosphäre im Zentrum des Geschehens. Der Eindruck besteht, der aktuelle Klimahype sei nur ein Verdrängungsvorgang nach der Devise: Der andere, der Staat, Kontinent soll mal. Oder er bietet gar Basis für neue Geschäftsmodelle in einer mit Waren übersättigten Gesellschaft.

Eine neue Religion, getarnt als politische Kraft, schafft Gebote und Verbote in Kombination mit Drohungen und Versprechen, wie es noch jede Religion bisher tat. Das Gefährliche aber solch neuer Religionen liegt einmal mehr in der Haltung, man könne das Handeln des Kollektivs verändern, ohne erst sein eigenes Verhalten in Frage zu stellen. Ein Kampf gegen Windmühlen, wie die traditionellen Religionen es uns vormachen. Solange der einzelne Mensch es nicht schafft, sich selbst als absoluten Wert zu erfahren – nicht nur darum zu wissen –, wird sich die Erde verändern, wie es ihrem evolutiven Plan innewohnt, und der Mensch, vielleicht ein anderer als der aktuelle, wird jeden möglichen Zustand überleben. Tag für Tag kommen zweihundertdreissigtausend dazu. Lasst ab von der Angst um die Umwelt, wir leben auch ohne Dinosaurier. Bedenkt besser wieder mal die vier W-Fragen auf euch bezogen: woher, wohin, warum, wozu. Das unabwendbare Grundproblem: In Kürze wird unser Planet zu viel der Problemträger zu versorgen haben. Diese Aussicht sollte nicht Grund zur Verzweiflung sein, denn im Moment, wo der Einzelne geht, geht für ihn die Welt unter, gemessen wird er allenfalls allein an seinem individuellen Fussabdruck.

Hans Arnold-Bürgi, Rotkreuz

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