Leserbrief
Lesermeinungen zur Pandemie und den Massnahmen

Zu diversen Artikeln im Zusammenhang mit der Coronapandemie

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Die Regierungen Deutschlands und Österreichs propagieren und forcieren Selbsttests, welche gratis an die Bevölkerung abgegeben werden. Dies als positiv konnotierte, zukunftsgerichtete Strategie, um zusammen mit den Impfungen den Menschen wieder ein gesundheitsverträgliches, existenzsicherndes Leben zu ermöglichen. Was aber tun BAG und Bundesrat in der Schweiz: Sie verweigern diesen wertvollen Tests die Zulassung mit der Begründung, die Bevölkerung sei nicht mündig, mit diesen Tests verantwortungsvoll umzugehen, obwohl diese nach über einem Jahr gelernt hat, was Isolation und Quarantäne bedeuten und eine grosse Bereitschaft zeigen, diese Massnahmen autonom zu befolgen. In unerträglicher Überheblichkeit und Arroganz betont aber BAG-Chefin Lévy, sie (BAG und Bundesrat) würden dabei die Kontrolle über die epidemiologische Lage verlieren. Haben sie vergessen, wie ihnen das Contact-Tracing in der zweiten Welle völlig entglitten ist, während sich die betroffenen Menschen von sich aus gemäss den Empfehlungen verhalten haben? Es braucht nun ein Ende eines patriarchalen, überwachungsstaatlichen, bevormundenden Verhaltens der Behörden. Gefragt ist ein vorwärtsgerichtetes Konzept mit Selbsttests, zügigem Impfen im einvernehmlichen Zusammenspiel mit den Menschen dieses Landes.

Heinz Sennrich, Steinhausen


Am Freitag, 5.März, läuteten die Kirchenglocken aller Religionen kurz vor zwölf Uhr. Dies, um der Corona-Toten von diesem Jahr zu gedenken.

Dies ist eine sehr schöne Geste!

Jedoch, was ist mit den Krebstoten, den Arbeitsunfalltoten, den Verkehrstoten, den Herzinfarkttoten, den Hirnschlagtoten, den Mordtoten, den Altersschwachentoten, den Suizidtoten... ich könnte eine unendlich lange Liste aufzählen. Weshalb wird diesen Toten nicht auch gedacht; weshalb erhalten diese Toten nicht dieselbe Aufmerksamkeit?

«Sterben» gehört zum Leben – ob durch Corona oder durch eine andere Ursache!

Silvia Hofer, Rotkreuz


Seit etwa vier Wochen suche ich Antworten auf ein paar mir wichtige Fragen im Bereich Covid-19-Test und Impfung. Mehrfach habe ich mich dabei in schriftlicher Form an das Bundesamt für Gesundheit, an Swissmedic sowie an unseren Kantonsarzt Rudolf Hauri und den Vorsteher der Gesundheitsdirektion Martin Pfister gewandt. Bis heute ohne Erfolg. Wie soll man das interpretieren? Mag sein, dass kundige Leser dieses Leserbriefs mir auf die Sprünge helfen können. Also: Nachstehende Fragen habe ich gestellt:

Warum muss beim PCR-Test im oberen Nasenraum in unmittelbarer Nähe zur Zirbeldrüse 4 Sekunden gekratzt werden?

Zum Speicheltest: Wie setzt sich die Flüssigkeit zusammen, die vor dem Speicheltest eine Minute lang im Mund behalten werden muss und zu welchem Zweck wird sie eingesetzt?

Massentests: Wozu? Inzwischen unbestritten und von der WHO neuerdings bestätigt ist, dass das Testen von Menschen ohne Symptome absolut keinen Sinn macht. Unbrauchbar ist zudem das Testverfahren (PCR). Lassen Sie mich bitte die Gründe wissen, die dieser Massnahme (Massentests an Schulen) zugrunde liegen. Wissenschaftlich basiert bitte.

Warum wird in Ihrem Info-Blatt zur Impfung nicht darauf hingewiesen, dass Frauen im gebärfähigen Alter ihre Fruchtbarkeit anhaltend oder vorübergehend einbüssen können?

Das Impf-Info-Blatt preist den Impfstoff als sicher und wirksam. Diese Aussage halte ich für grob irreführend. Sie entspricht nicht der Wahrheit. Die mir vorliegenden Unterlagen haben mehr Propaganda- denn Informationscharakter. Wie stellen Sie sich dazu?

Daniel Wirz, Zug


Hallo Herr Diktator! Das ist nicht die Aussage eines SVP Politikers, sondern das sagte der ehemalige Präsident der EU-Kommission Junker zum ungarischen Regierungschef Orban. In unseren Medien ist dieser Vorwurf auch immer wieder zu lesen, obwohl Orban mehrmals vom ungarischen Volk wiedergewählt wurde. Es scheint, dass die sogenannte Achtung vor Personen und Institutionen abhängig davon ist, um wen es sich handelt.

Dabei trifft die Bezeichnung wohl schon zu, denn gemäss Wikipedia ist eine Diktatur «eine Herrschaftsform, die sich durch eine einzelne regierende Person oder eine Gruppe von Personen, z.B. Partei, mit weitreichender politischer Macht auszeichnet. In einer Diktatur hat nicht die Mehrheit das Sagen, sondern es bestimmen ganz wenige.»

Wenn man jetzt die Realität in der Schweiz seit März 2020 mit der Definition vergleicht, dann leben wir meines Erachtens in einer Diktatur. Es ist der Bundesrat, der entscheidet. Punkt. Schluss. Und deshalb bin ich froh, dass wir mit der SVP wenigstens noch eine Partei haben die gegen Entscheidungen des Bundesrates aufbegehrt. Dies wäre zwar der Auftrag der Medien, aber die haben sich schon von Anfang an so positioniert, dass sie die Linie des Bundesrates nicht kritisch hinterfragen können, ohne sich selbst zu kritisieren. Wer hinterfragt denn die Abläufe im BAG? Oder ist es schon in Ordnung, wenn das BAG im Jahr 2020 immer noch mit Fax arbeitet, nicht fähig ist IT-Aufträge rechtzeitig zu erteilen?

Hätte man vom Bundesrat nicht erwarten können, die Ziele mittels einer Vernehmlassung mit allen relevanten Parteien und Verbände zu definieren? Wieso organisiert das BAG nicht schweizweite Tests? Ist es in Ordnung, dass wir massive Schulden machen, um es uns gutgehen zu lassen? Und dies auf Kosten der nächsten Generationen?

Es gäbe noch hundert weitere Fragen, die die Presse höchstens oberflächlich anspricht. Und ich persönlich glaube auch nicht daran, dass diese Fragen und Missstände später dann wirklich gestellt und gelöst werden. Deshalb SVP, macht weiter so. Demokratie lebt vom Diskurs und nicht vom Eintopf.

Stefan Betschart, Cham