LESERBRIEF
Städtischer Verkehr: Konstruktive Politik scheint nicht gefragt

«VCS ist enttäuscht vom Stadtrat», Ausgabe vom 21. Mai

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In der Stadt Zug wird um die Verkehrspolitik gerungen. Es existieren zwei Lager. Ein konstruktives Lager und ein destruktives Lager. Beide haben unterschiedliche Vorstösse eingereicht. Die SVP eine Motion für einen «Stadttunnel 2.0».

Ein Thema, das beim Stadtrat offene Türen einrennt und von einer grossen Mehrheit im Zuger Stadtparlament an den Stadtrat überwiesen wurde. Warum? Weil das Projekt gut und prüfenswert ist. Weil es die verschiedenen Verkehrsteilnehmer harmonisch nebeneinander vorbeibringen will. Autoverkehr meistgehend unterirdisch, dafür eine neue aufgewertete Innenstadt oberirdisch. Das destruktive Lager hat ebenfalls einen Vorstoss eingereicht. Es geht dabei um die «Promenade Zug».

Ein VCS-Projekt, das vom Stadtrat geprüft wurde und zeigt, dass damit kein einziges Problem gelöst wird. Im Gegenteil viele neue werden geschaffen. Unterstützen kann man es nur, wenn man den Autoverkehr zum Erliegen bringen will. Auf Basis von gesundem Menschenverstand will der Stadtrat dies selbstredend nicht und positionierte sich ablehnend gegenüber dem Projekt.

Nun kann man in der Zeitung lesen, der VCS ist enttäuscht über den Stadtrat, welcher das Projekt «Promenade Zug», zu Recht, als gänzlich untauglich taxiert hat. «Enttäuscht»? «Beleidigt» trifft es offenbar wohl besser! Gemach. Was glaubt eigentlich der VCS? Der VCS ist offenbar der Meinung, er mache ein ihm genehmes Verkehrskonzept und die Stadt muss «Hurra» schreien und dieses übernehmen!? Eher nicht. «Zug hat den Anspruch, als eine moderne Stadt betrachtet zu werden» flötet der VCS. Aha, modern ist also, was der VCS für gut befindet. Verkehrstauglich oder nicht, ist Nebensache. Es geht einzig und allein darum, die Autofahrer aus der Stadt zu verbannen.

Via Fraktion ALG-CSP, den politischen Arm des VCS, wird dann jegliche sachliche Diskussion um Lösungen für ein friedliches Nebeneinander der verschiedenen Verkehrsteilnehmer sabotiert. Sie ahnen es, dieses destruktive Lager will auch keinen Stadttunnel, mit dem man eine Zielharmonie zwischen den Verkehrsteilnehmern erreichen könnte: Es war nämlich die Fraktion «ALG-CSP» welche versucht hat, diese Motion an der letzten Sitzung des GGR zu beerdigen. Konstruktive Politik ist nicht gefragt; nur Ideologie; leider. Fährst Du Auto, bist Du einer von den Bösen! So ungefähr argumentieren VCS und ALG-CSP in ihrem Gefühl ethisch-moralischer Überlegenheit. Wir verstehen Politik und Demokratie anders: Meinungen dürfen und müssen kundgetan werden, Möglichkeiten geprüft und die besten Lösungen gefunden werden. Das sind wir unserer schönen Stadt und unserer Bevölkerung schuldig.

Roman Küng, Gemeinderat SVP, Zug