Leserbrief
Zur Strafe Wache schieben

«Nachts der Lärm, morgens der Dreck», Ausgabe vom 21. April

Merken
Drucken
Teilen

Als ich der Zeitung entnahm, dass mit Steuergeldern dem EVZ eine Gebäudeerweiterung mitfinanziert werden soll, machte es mich deprimiert. Weil maximal 20 Prozent vom Nettoeinkommen von den Steuern in Abzug gebracht werden darf, konnte ich letztes Jahr bei weitem nicht alles ausschöpfen. Ich kann also nicht verhindern, dass meine Steuern für den EVZ missbraucht werden.

Besonders betroffen macht mich, dass kürzlich telefonisch verzweifelt um eine Spende gebettelt wurde. Allein schon die Tatsache, dass die Zuger Kantonalbank auch beim EVZ als Sponsor auftritt, freut mich nicht, da ich nicht die günstigste Bank suchte, sondern jahrelang meine Treue zur ZGKB hielt (um Steuersubstrat hierzubehalten).

In der gleichen Ausgabe wurde einmal mehr über Vandalismus in Toiletten berichtet. Politik und Juristen (Gesetzesentwickler) haben meines Erachtens völlig versagt, da es diesen nicht gelingt, dafür zu sorgen, dass Littering und Vandalismus von den Tätern zu 100 Prozent selbst finanziert werden muss. Eine Busse müsste die vollen Kosten der Polizei decken. Wer ertappt wird, müsste zur Strafe mit ähnlichen Delinquenten gratis Wache schieben in öffentlichen WC.

Tony Stocklin, Steinhausen