Leserbriefe
Im Würgegriff der Einschränkungen – finanziell und mental

Lesermeinungen zur Covid-19-Pandemie, den Massnahmen und Auswirkungen

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Die Corona-Einschränkungen nehmen uns in den Würgegriff: finanziell und mental. Teilweise werden sie mit ungeheuer viel Steuergeldern abgefedert. Der Schuldenberg türmt sich in schwindelerregende Höhen. Das Überleben wird für viele täglich schwieriger. So wird uns und vor allem den kommenden Generationen, welche diesen Schuldenberg abtragen müssen, der überlebenswichtige Sauerstoff und damit der Atem genommen. Das muss unbedingt verhindert werden.

Der Ruf nach immer mehr Staat hat durch die Coronakrise weiteren Aufwind erfahren. Es wird mehr Geld ausgegeben, als vorhanden ist. Aber eines Tages folgt die Rechnung, und die Schulden müssen zurückbezahlt werden. Inflationäre Entwicklungen, Steuererhöhungen und Sparpakete lassen sich dann wohl nicht verhindern. Wir müssen der Versuchung des Negativzinsumfelds widerstehen und uns von der Schuldenwirtschaft wieder zurück auf die Tugenden besinnen, die den Erfolg der Schweiz auszeichnen: Selbstständigkeit, Sicherheit und Stabilität in einer austarierten föderalistischen Gesellschaftsordnung. Wir müssen wieder vernünftig werden, damit unsere Wirtschaft und unser Leben nicht entgleisen und wieder Fahrt aufnehmen können. Auch wenn New Economy, bedingungsloses Grundeinkommen, voraussetzungslos gewährte Taggelder und grosszügig fliessende staatliche Hilfsgelder noch so reizvoll sein mögen, müssen wir zurück zu den Werten finden, die unseren heutigen Wohlstand und damit auch die wirklich nötige Hilfe bei wirtschaftlichen Krisen ermöglicht haben. Leistung muss sich wieder lohnen, aber dazu muss sie überhaupt erst wieder möglich werden. Hierzu bedarf es dringend der Lockerung der einschneidenden Massnahmen durch den Bundesrat. Bei auferlegten Berufsverboten samt deren indirekten Auswirkungen auf Gewerbe und Wirtschaft ist eine solche Rückkehr nicht zu bewerkstelligen.

Den Erfolg erarbeiten und behalten ist nicht ohne Anstrengung zu bewältigen. Deshalb müssen wir alle unsere persönliche Verantwortung und nach Möglichkeit auch Verantwortung für die Gemeinschaft wahrnehmen. Nur so können wir lernen, mit dem Virus zu leben, die Massnahmen zu lockern, unsere Zukunftsperspektive wiederzuerlangen und so den Wohlstand in unserem Land zum Wohle aller zu erhalten. Holen wir uns unser Leben zurück, öffnen die Restaurants, Geschäfte und Kultureinrichtungen mit den bewährten Schutzkonzepten!

Michael Arnold, Kantonsrat FDP, Baar; Philip C. Brunner, Kantonsrat SVP, Zug; Peter Letter, Kantonsrat FDP, Oberägeri; Adrian Risi, Kantonsrat SVP, Zug; Peter Rust, Kantonsrat CVP, Walchwil; Beat Unternährer, Kantonsrat FDP, Hünenberg


Der Bund hat entschieden, ganze Wirtschaftszweige per Coronabundesdekret weiter geschlossen zu halten. Auch ich habe Respekt vor dem Virus. Dennoch kann es nicht angehen, dass man unsere Wirtschaft in den Schwitzkasten nimmt und die Gastronomie- und Freizeitbranche mit dem Knie im Rücken auf den Boden drückt. Man darf sich nicht wundern, wenn in solchen Situationen von Diktatur gesprochen wird. Wir sollten jedoch dringend die Diskussion und Lösungsfindung auf einer anständigen Basis halten. Lösungen sind im Moment gefragt. Damit meine ich: Schliesst die Grenzen 1 bis 2 Monate für den freien Personenverkehr und öffnet dafür die Gastronomie. Einige Leserinnen und Leser werden jetzt womöglich aufschreien. Denen möchte ich aber sagen, dass die Gastronomie längst bewiesen hat, dass nicht sie der Treiber der Pandemie ist. Als man die Gastrobetriebe geschlossen hat, sanken kurz vorher die Fallzahlen bereits. Bitte beachten Sie, dass die Gastronomie noch immer geschlossen ist und die Fallzahlen steigen jetzt wieder erneut! Also bitte liebe Leute. Da muss man nicht «studiert» sein, um zu merken, dass es nicht Gastrobetriebe sind, welche die Pandemie antreiben. Aber die 300000 Grenzgänger, welche vor allem von Frankreich und Italien her das Virus immer wieder zu uns bringen, sind in meinen Augen problematisch. Warum haben unsere Grenzkantone prozentual die höchsten Fallzahlen? Lassen wir die Grenzgänger paar Wochen zu Hause und bezahlen die Kurzarbeitsausfälle. Das kostet unseren Staat Schweiz etliche Millionen weniger als die Schliessungen unserer Gastro- und Freizeitbetriebe. Distanziert betrachtet werden wir nicht daran vorbeikommen, das Virus zum grossen Teil durchzuseuchen, um eine Herdenimmunität zu erreichen. Wichtig ist und bleibt aber, dass für die gefährdeten Personen die Impfung erhältlich ist, und das möglichst zeitnah. Nur so bekommen wir unser geliebtes Leben, welches wir vor der Pandemie hatten, wieder zurück.

Heinrich Kuhn, SVP Oberägeri


Sie stämpfelet, sie täubelet, sie händ e grossi Wuet.

Igsperrt si, usgsperrt si, alles isch nid guet.

Me tuet mööge, me tuet pöögge, alles isch ne z’stur.

S’Blochers und de Aeschi redet vo Diktatur.

Mached die das d’s China, mitte uf de Stross,

ich mach die gröschti Wett, die sind mer ewigs los.

Marcel de Sepibus, Baar