Leserbrief
Lesermeinung zum Jagdgesetz

Leserbrief: «Das revidierte Jagdgesetz gibt zu reden», Ausgabe vom 2. September

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In einem Leserbrief in der Ausgabe vom 2. September äusserte sich Thomas Rickenbacher zum vorliegenden Jagdgesetz. Ich glaube ihm sofort, dass ihm – zumal als Meisterlandwirt und Bauernverbandspräsident – das Tierwohl und der Artenschutz sehr am Herzen liegen. Umso irritierter bin ich, wenn er dann für dieses Jagdgesetz plädiert.

Mit diesem vorliegenden Gesetz können bereits geschützte Tierarten abgeschossen werden, ohne dass sie je einen Schaden angerichtet haben; und weitere geschützte Arten wie Biber, Luchs, Fischotter, Graureiher oder Höckerschwan ebenfalls als regulierbar erklärt werden. Was dies mit Arten«schutz» und -vielfalt zu tun haben soll, erschliesst sich mir nicht ganz. Bedrohte Tierarten wie auch Feldhase, Birkhahn, Schneehuhn und Waldschnepfe haben einen besseren Schutz verdient.

Ich bin auch dafür, dass Herden in Zukunft sicher auf der Alp oder auf der Weide leben können. Doch ganz bestimmt nicht auf Kosten anderer Arten. Darum kann ich nicht mit gutem Gewissen für dieses zünftig missratene Jagdgesetz stimmen – und darum bin ich dafür, dass unser Parlament seinen Fehlschuss wieder korrigiert. Ein klares Nein zum Jagdgesetz sorgt dafür, dass ein besseres, zeitgemässes Gesetz ausgearbeitet wird, welches sowohl Wildtiere wie auch Herden effektiv schützt.

Klemens Iten, Co-Präsident Junge Grünliberale Zug, Unterägeri