Leserbrief

Lesermeinungen im Zusammenhang mit der Coronakrise

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Ist das ein verfrühter Aprilscherz? Mit einer Steuersenkung während dreier Jahre will der Zuger Regierungsrat die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus abfedern. Ein Hohn für alle KMU und Selbstständigerwerbenden, die in dieser Krise ums nackte Überleben kämpfen. Wer alles oder sehr viel verloren hat, kann auch keine Steuern mehr bezahlen. Für sie bringt die «kantonale Hilfe» absolut rein gar nichts.

Diejenigen aber, die das grosse Glück haben, diese schwierige Zeit finanziell unversehrt oder sogar mit Gewinn durchzustehen, werden belohnt. Sie erhalten in den nächsten drei Jahren ein Steuergeschenk von 4 Prozent. Geht’s noch?

Monika Mathers-Schregenberger, Gemeinderätin, Oberwil


Der Zuger Regierungsrat hat am Dienstag ein umfassendes Paket gegen die Coronakrise verabschiedet. Er wird der ausserordentlichen Lage gerecht und übernimmt gänzlich die Forderung der FDP zur Errichtung einer Helpline sowie dem Stunden von Steuern. Zudem gibt er eine Kreditausfallgarantie für die Geschäftsbanken im Kanton Zug. Auch dies war eine Forderung aus FDP-Kreisen.

Um Selbständigerwerbenden und kleinen Unternehmen unter die Arme zu greifen, werden A-fonds-perdu-Beiträge zur Verfügung gestellt. Ich fordere den Kanton auf, hier genau hinzuschauen. Dieser Topf soll jenen vorenthalten sein, welche die Beiträge auch wirklich benötigen. Trittbrettfahrer müssen konsequent ausgeschlossen werden. Auch die Senkung des kantonalen Steuerfusses ist zu begrüssen. So greift man neben der Wirtschaft auch der Bevölkerung entschieden unter die Arme und hilft ihr, über die Runden zu kommen.

Es heisst: «Spare in der Zeit, so hast du in der Not.» Die bürgerlichen Mehrheiten im Kanton Zug haben geholfen, einen robusten Kanton zu bauen, welcher in Krisenzeiten für Wirtschaft und Bevölkerung da ist. Lasst uns diesen erfolgreichen Weg weitergehen!

Gian Brun, Präsident Jungfreisinnige Kanton Zug, Hünenberg


Der Frühling kommt, und weil die älteren Semester zu Hause bleiben sollten, um sich nicht unnötig Viren und Bakterien aussetzen, wäre es schön, wenn auch Putzinstitute (oder Gärtner?) trotzdem auch ihr Hirn einschalten würden. Es ist nicht auszuschliessen, dass Fledermauskot und Vogeldreck Krankheitserreger verbreitet. Jetzt gibt es schon Verrückte, welche ihre Atomgebläse einschalten und den ganzen Dreck vom Boden aufwirbeln und vor allem von ihrem Grundstück gedankenlos und rücksichtslos zu den Nachbarn hinüber blasen. Ich bitte alle verantwortlichen Stellen, sofort zu handeln und diesen Unsinn sofort zu verbieten.

Tony Stocklin, Steinhausen


Ich bin auch dafür, dass man denjenigen hilft, die Hilfe benötigen. Was hier aber der Kanton Zug geschnürt hat, sieht mir mehr nach einem Geschenkpaket für alle aus, dass man nach willkürlichem Ermessen verschenken kann. Zum Beispiel: Warum muss der Kanton eine Kreditausfallgarantie für die Geschäftsbanken aussprechen? Wenn doch allen geholfen wird, sollte es doch dazu nicht kommen. Und warum sollen Banken, die dazu angehalten sind, ihr Kreditrisiko zu tragen, nun durch den Steuerzahler entlastet werden? Wenn dem so wäre, dann muss aber auch sichergestellt sein, dass allfällige Gewinne in den unbeschwerten Jahren an die öffentliche Hand gehen. Und das sollte für alle gelten, die nun in der Krise Hilfe erhalten.

Pius Merz, Unterägeri


Der Coronavirus bestimmt momentan unseren Alltag. In solchen Zeiten heisst es, zusammen zu halten.

In dieser Zeit sind wir alle besonders gefordert. Ein grosser Dank geht an alle, die unser alltägliches Leben am Laufen halten, und ein spezieller Dank an alle im Gesundheitswesen, welche momentan schier Unmögliches leisten!

Die SVP appelliert an die Bevölkerung der Schweiz, alles zu tun, damit die Krise gemeinsam überwunden wird. Sie fordert die Einwohnerinnen und Einwohner unseres Landes auf, die Anweisungen des Bundesrates zu befolgen. Nur so können wir den Virus eindämmen und die Weiterverbreitung verhindern.

Genau jetzt braucht es unseren Zusammenhalt, gegenseitige Unterstützung und Solidarität über alle Generationen hinweg.

Trix Iten, Präsidentin SVP Unterägeri