Leserbrief
Lesermeinungen im Zusammenhang mit der Coronakrise

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Die Coronakrise dauert in der Schweiz bereits seit rund drei Wochen an und noch immer befinden sich das Volk und die Wirtschaft in der Schockstarre. Der Bundesrat und die kantonalen Regierungen zwingen die Wirtschaft mit aller Gewalt in die Knie und schicken die junge, gesunde und robuste Generation in den Hausarrest. Versüsst wird der Lockdown mit Milliarden aus der Staatskasse, welche flächendeckend – zum grossen Teil ungefragt – über die ganze Schweiz verteilt werden. Die Politik applaudiert sich zu dieser grossartigen Leistung, denn die Zeche bezahlt wie immer die nächste Generation.

Das Bundesamt für Gesundheit ist im Endzeitmodus, verbreitet Angst und Schrecken und kann die Leute, welche mit dem Coronavirus sterben nicht von denen unterscheiden, welche am Coronavirus sterben. Die Datenlage hat das Bundesamt nicht im Griff – besser und schneller (Kommentar der NZZ) kann es ein Doktorand, welcher die Daten in seiner Freizeit zusammenträgt (www.corona-data.ch).

Es ist nun Zeit, dass die Schweizerinnen und Schweizer aus der Coronaschockstarre erwachen. Social Distancing ist strikte einzuhalten, die Kinder wegzusperren ein Unsinn. Es ist Zeit, sich gegen den Lockdown zu wehren. Es geht dabei nicht darum, Party zu machen und Sportfeste zu feiern, sondern darum, normal unserer Arbeit nachgehen zu können und uns dagegen aufzulehnen, dass wir uns selber in eine veritable Krise manövrieren. Selber denken ist in der Schweiz auch in Zeiten von Corona ein Muss. Das Schweigen der Lämmer ist nun vorbei.

Jost Windlin, Zug


Gute Zeiten, schlechte Zeiten: Dieser Spruch ist auch in der heutigen Zeit für viele Menschen immer noch anwendbar. Wenn ich so die Zeitungen lese und Fernsehen schaue, da bekomme ich Schweissausbrüche wie sich die Politiker in dieser Phase anstellen. Es ist noch keine 6 Monate her, dass man über die Rentner hergefahren ist. Da wurde die AHV hinterfragt wegen der zu hohen Kosten, da wurden die Erbschaften kritisiert, dass die Senioren das Erbe nicht vorzeitig verteilen resp. zu lange darauf sitzen bleiben, da wurde das Gesundheitswesen in die Pfanne gehauen, und alles war zu teuer. Aussagen wie: Spitäler müssen geschlossen werden, koste es was es wolle. Und heute? Die Fragen können wir uns gleich selbst beantworten. Auch die Armee, Polizei und die Feuerwehr wurden von solchen Aussagen nicht verschont.

Vergessen hat die Politik, sich selbst einen Sparkurs aufzuerlegen. Das wäre in diesem Fall das Richtige gewesen. Schönwetter-Politiker sind in solchen Situationen fehl am Platz. Anstatt sich um die Coronaprobleme zu kümmern, haben sich viele in unbekannte Destinationen verabschiedet, hoffentlich bleiben sie dort.

Besserwisser und Schönwetter-Politiker sind aber sofort wieder auf der Bühne präsent, wenn Aufhellung angesagt ist. Die Sitzungsgelder «locken».

Und wo sind plötzlich die Armeegegner Lang und Konsorten? Es wäre fatal, wenn diese plötzlich noch von Militär-Sanitätern gepflegt werden müssten. Sind wir froh, haben wir eine gut funktionierende Armee, die in solch schwierigen Zeiten für unser Volk da ist.

Da sind noch die WC-Rollen Hamsterer zu erwähnen. Schrecklich, solche Leute. Eigentlich wünscht man solchen Leuten siebenmal «Dünnpfiff» in der Woche, aber dünner als gesiebte Bergluft, und ohne Papier.

Ja wir alten Eidgenossen gehen einer schwierigen Zeit entgegen, wohin die führt, das weiss niemand.

Die nächsten Wahlen werden kommen. Überlegt gut, wem Ihr Eure Stimme gebt.

Bleibt gesund, und bleibt im Moment zu Hause.

Alois Rogenmoser sen., Oberägeri


Ein Notrecht in allen Zeiten, ist niemals kompatibel mit einer direkten Demokratie. Im Jahre 1939 wurde das Notrecht nicht zum ersten Mal angewendet und endete im Jahr 1952 nur mit einer Volksabstimmung. Unsere damaligen Bundesräte, sie können auch Diktatoren genannt werden, waren in einem absoluten Machtrausch. Es gab einige Notrechte, wie 1849 (Badener Wirren) 1853 (Tessiner-Angelegenheiten) 1856 (Neuenburger Händel) 1859 (Oberitalienischer Unabhängigkeitskrieg) 1860 Savoyen-Händel) 1866 (Preussisch – Österreichischer Krieg) 1870 Deutsch-Französischer Krieg) 1914 (1. Weltkrieg) 1936 (Weltwirtschaftskrise) 1939 (2.Weltkrieg). Das Notrecht endete nicht bei Kriegsende, sondern konnte nur mit einer Initiative, welche von der Ligue vaudoise mit dem Titel «Rückkehr zur direkten Demokratie» lanciert wurde, beendet werden. Der Bundesrat hatte diese Initiative 1,5 Jahre schubladisiert, das Notrecht konnte nur mit der gewonnenen Volksabstimmung im Jahre 1952 beendet werden.

Im Notrecht wurde auch die direkte Bundessteuer eingeführt, wir haben diese im Jahre 2020 immer noch. Was unsere Parlamentarier momentan machen, hat nichts mit normal zu tun, sondern es nicht anderes als eine Arbeitsverweigerung. Die nächste Session ist erst in einem Monat geplant, die Parlamente hätten den Bundesrat eng in der grossen Coronakrise begleiten sollen. Wenn ich den Bundesräten bei den aktuellen Pressekonferenzen zuschaue und zuhöre, ahne ich Schlimmes in der Angelegenheit (Direkte Demokratie). Wie das Volk wieder einmal mehr angelogen wird, zeigt der Satz eines Bundesrates, die Kredite seien zinslos – und im Kleingedruckten steht offenbar, der Zins kann jährlich angepasst werden. Bestätigt wird dies ja mit dem Satz, die Banken seien ja keine Pestalozzis.

Das Notrecht muss spätestens Ende April 2020 beendet werden, auch im Sinne von Machtgelüsten. Und noch an die Parlamentarierinnen und Parlamentarier gewandt: In normalen Zeiten werden grosse Töne gespuckt und in Krisenzeiten wird die Arbeit verweigert – dies ist eine bedenkliche Einstellung als gewählte Vertreter des Volkes.

Hans-Rudolf Iten-Hartmann, Unterägeri


Die aktuelle Situation trifft manche Unternehmer und Gwärbler in Zug trotz der Massnahmen von Bund und Kanton hart und die Zeit nach der Coronakrise wird eine Herausforderung.

Auch ich als Unternehmer und Präsident der FDP Cham musste den Betrieb meiner Werbeagentur wie auch die Aktivitäten der Partei bis auf weiteres stark reduzieren. Das nicht wegen ausbleibender Aufträge oder fehlender politischer Themen, sondern weil die Schulen geschlossen sind und meine Partnerin als Ärztin in einer systemrelevanten Funktion tätig ist.

Die Solidarität vieler Mitmenschen hat mich bewogen, meinen Beitrag zu leisten. So habe ich mich entschieden, betroffenen Unternehmerinnen und Unternehmern über die nächsten Wochen, meine Zeit und mein technisches Wissen als Werber kostenlos und ohne Verpflichtung zur Verfügung stellen.

Vielleicht kann eine kleine Werbeidee, das Design einer Anzeige oder Inserates, die Unterstützung im Bereich Online und Social Media oder einfach meine beratende Funktion hilfreich sein, neue Wege zu gehen, um die Coronakrise möglichst unbeschadet zu bewältigen.

Ob Sie nun ein Coiffeursalon, ein Blumengeschäft oder sonst ein Gewerbe betreiben, Sie dürfen mich gerne kontaktieren (info@gutekunst.ch) und ich versuche, behilflich zu sein.

Tao Gutekunst, Cham