Leserbriefe
Lesermeinungen zum Mediengesetz

Zur eidgenössischen Abstimmung am 13. Februar

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Am 13. Februar stimmen wir über das «Massnahmepaket zu Gunsten der Medien» ab. Milliarden an Subventionen sollen an die Medien verteilt werden. Das führt zwangs­läufig zu Abhängigkeiten und einseitiger, dem Staat wohlgesinnter Berichterstattung. Es kann sogar die Demokratie gefährden, denn vom Staat abhängige Medien, sind keine freien und kritischen Medien mehr. Mit vom Staat gekauften Medien wäre die Schweiz sogar keinen Deut besser als die oft von uns kritisierten autoritären Staaten, welche ihre Medien mittels Macht kontrollieren.

Thomas Werner, Kantonsrat und Parteipräsident SVP, Unterägeri


Als regelmässige Leserin oder Leser des «Zugerbieters» wäre es für Sie sicher auch ein herber Verlust, wenn es unsere «Baarer Times» nicht mehr gäbe. Denn hier finden wir jede Woche Aktuelles zum gesellschaftlichen, kulturellen, politischen und sportlichen Geschehen in der Gemeinde Baar. Eine Fülle an regionalen Informationen, die uns kein anderes Medium bieten kann. Deshalb ist es für mich auch selbstverständlich, das freiwillige Abo für günstige 49 Franken zu lösen. Das ist es mir wert, obwohl ich die Zeitung auch gratis im Briefkasten haben könnte.

Eine Zeitung finanziert sich im Allgemeinen durch die Abonnenten und die Inserate. Doch die Werbeeinnahmen der Zeitungsverlage haben sich in den letzten 15 Jahren fast halbiert. Diese Mittel sind in die Onlinemedien, allen voran Google, Facebook oder Instagram geflossen. Um die Rahmenbedingungen für die Medien zu verbessern und ein vielfältiges Angebot in den Regionen zu fördern, hat das eidgenössische Parlament beschlossen, die Medien mit einem Massnahmenpaket zu unterstützen. Mit dem «Medienpaket», über das wir abstimmen, werden beispielsweise die bisherigen finanziellen Mittel für die Vergünstigung der Posttarife für die Zeitungszustellung erhöht. Weitere Beiträge sind für die Förderung von Onlinezeitungen sowie lokale Radio- und TV-Stationen, die Unterstützung von Nachrichtenagenturen sowie die Stärkung der journalistischen Ausbildung vorgesehen. Kleinere Zeitungen und Medien profitieren stärker als die Grossen.

Für das Medienpaket setzt sich eine breite Allianz aus Politik, Organisationen und Medienunternehmen ein. Denn unabhängige und starke Medien sind eine zentrale Voraussetzung für eine funktionierende Demokratie. Medienvielfalt ist für unsere Demokratie systemrelevant. Die «Baarer Times» ist nicht die «New York Times», berichtet dafür aber über Politik und das Geschehen in Baar. Das ist ein grosses Privileg, zu dem wir Sorge tragen sollten. Und was können Sie dazu beitragen? Zum Beispiel das freiwillige Abo lösen und am 13. Februar Ja zum Medienpaket stimmen.

André Guntern, Präsident ALG Baar, Baar

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