Lesermeinungen zum Verhüllungsverbot

Zur Abstimmung vom 7. März

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Das Verhüllen des eigenen Gesichts vor Mitmenschen beschneidet den zwischenmenschlichen Zugang massiv und gefährdet den persönlichen Austausch und Kontakt, was ein wichtiger Bestandteil für das Zusammenleben und für unsere Gesellschaft ist. Ein fröhliches Gesicht, ein ansteckendes Lachen, eine lustige Grimasse oder die tolle Ausstrahlung eines Menschen gehen hinter einer Gesichtsverhüllung verloren. Ich bin gegen Gesichtsgefängnisse, weil eine nicht natürliche Barriere beim Kommunikationsaustausch geschaffen wird, eine befremdende und unpersönliche Wirkung erzeugt wird und man sich so vor den Mitmenschen gewissermassen versteckt, isoliert und distanziert. Ich habe nichts zu verschleiern, darum sage ich am 7. März Ja zum Verhüllungsverbot!

Adrian Rogger, Präsident SVP Baar, Baar


Am 7. März stimmen wir über die Volksinitiative «Ja zum Verhüllungsverbot» ab. Damit soll unter anderem das Tragen einer diskriminierenden Burka in der Öffentlichkeit untersagt werden. Es ist wünschenswert, zum 50-Jahr-Jubiläum des Frauenstimmrechts einen weiteren Meilenstein der Gleichstellung der Frauen mit einer Zustimmung zum Burkaverbot zu erreichen! In der Schweiz soll damit ein Zeichen für Freiheit und gegen die Frauendiskriminierung sowie den radikalen Islam gesetzt werden. Bei der Initiative geht es auch um die Vermummung von Gewalt-Demonstranten, Randalierer, Hooligans sowie maskierte Verbrecher. Die Gegner der Initiative lehnen das Begehren ab und fassen gewalttätige Chaoten mit Samthandschuhen an. Sie tolerieren tätliche Angriffe auf Polizisten und Rettungshelfer. Damit muss Schluss sein! Die Schweiz bekennt sich zu einer freiheitlichen Gesellschaftsordnung. Dazu gehört, dass man das Gesicht des Gegenübers sehen darf. Freie Menschen zeigen ihr Gesicht! In den Kantonen Tessin und St.Gallen hat sich die Einführung des Verhüllungsverbots bestens bewährt. Setzen wir mit einem Ja gemeinsam ein Zeichen für Freiheit, Gleichberechtigung und mehr Sicherheit.

Ernst Merz, Unterägeri


Wie momentan im Namen der «Selbstbestimmung» gegen die Verhüllungsinitiative argumentiert wird, ist ein Hohn gegenüber allen Frauen, die sich gegen die Unterdrückung durch den Islamismus wehren. Sie haben mit schweren Strafen wie Steinigung, Peitschenhieben, Gefängnis oder gar Jungfräulichkeitstests zu rechnen.

In der Schweiz gibt es in der Tat nur zirka 30 Frauen, die Vollverschleierung tragen. Diese Frauen sind aber zumeist Konvertierte und haben ein Weltbild, das sich nicht mit unserer freiheitlich geprägten Gesellschaft vereinbaren lässt. Denn sie leben nach dem radikalen Islam, dem Islamismus. Islamismus steht im Widerspruch zu Demokratie, Gleichberechtigung und Meinungsfreiheit.

Die Vollverschleierung ist ein Symbol für die Unterdrückung der Frauen durch den Islamismus. Islamismus gehört nicht in die Schweiz, Islamismus gehört nirgendwo hin. Darum sage ich am 7. März Ja zum Verhüllungsverbot, denn es geht um die Würde der Frauen!

Esther Monney, SVP Unterägeri, Unterägeri