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Leserbrief

Lesermeinungen zum Zuger Denkmalschutzgesetz

Zur kantonalen Abstimmung über das Gesetz über Denkmalpflege, Archäologie und Kulturgüterschutz vom 24. November

Wunderschön sind die alten, traditionellen Bauernhäuser. Der damalige Baustil und auch das Handwerk aus frühen Zeiten sind faszinierend – vor allem, wenn die Häuser innen und aussen unverändert im Originalzustand sind. Im Freilichtmuseum Ballenberg werden viele solcher Gebäude stilvoll gepflegt und erhalten. Nur: In diesen Häusern wird heute nicht mehr gewohnt.

Im Kanton Zug stehen Bauwerke aus den verschiedensten Zeitepochen. Sie widerspiegeln den damaligen Innovationsgeist, vielleicht auch den damaligen Wohlstand oder die Einfachheit. Die besonders wertvollen Gebäude gilt es zu erhalten als Zeitzeugen von Architektur, von Geist, Geld und Handwerk – und von Innovation. Doch wie? Ganz einfach: erhalten durch nutzen, bewohnen, entwickeln. Das neue Denkmalschutzgesetz ermöglicht einen massvollen Schutz von Gebäuden. Bauliche Veränderungen – insbesondere im Innern – sind realisierbar. Es wird einfacher sein, geschützte Baudenkmäler den Bedürfnissen des heutigen Lebens anzupassen. Hier sollen innovative Architekten und Handwerker ihr Können zeigen.

Die neue Form der Zusammenarbeit zwischen der Eigentümerschaft und den Behörden wird effizienter. Die Unterschutzstellung und deren Umfang werden in einem öffentlich-rechtlichen Vertrag gemeinsam festgelegt. Zudem erhält die Bauherrschaft höhere Beiträge für werterhaltende Massnahmen an geschützten Gebäuden. Ich bin überzeugt, dass mit dem neuen Denkmalschutzgesetz gute Rahmenbedingungen geschaffen werden, um bestehende Werte zu erhalten und gleichzeitig Neues zuzulassen. Darum: Ja zum Denkmalschutzgesetz .

Heinz Achermann, Kantonsrat CVP, Hünenberg See


Am 24. November 2019 stimmen wir über das Denkmalschutzgesetz ab. Ich begrüsse diese Vorlage, weil der Regierungsrat und Kantonsrat eine für alle faire Lösung erarbeitet haben. Die Eigentumsrechte werden gestärkt, und es gibt ein echtes Mitspracherecht für Betroffene. Das heisst: In Zukunft wird bei der Unterschutzstellung von Gebäuden nicht mehr einseitig verfügt, sondern verhandelt und dann wird ein angemessener Vertrag abgeschlossen. Zu guter Letzt steigt dank dem neuen Gesetz die Beitragspflicht des Staates für die Werterhaltung geschützter Objekte. Das ist Denkmalschutz, wie er sein soll.

Gabriela Ingold, Unterägeri


Jedes Gebäude hat – wenn man so will – ein Ablaufdatum. Ist dieser Termin erreicht, geht es mit der Bausubstanz abwärts und mit den Instandhaltungskosten steil aufwärts. Ganz besonders gilt das für Renditebauten aus den 1960er Jahren. Sie wurden in Zeiten der Hochkonjunktur schnell und billig hochgezogen, um Wohnraum zu schaffen. Die Wohnqualität ist nach heutigem Verständnis mangelhaft. Der Brandschutz ist ungenügend, die Gebäude sind schlecht isoliert, dazu lärmig und schlimme Energiefresser. Diese Häuser sind im wahrsten Sinne des Wortes «von gestern» – so wie ein paar zerlatschte alte Schuhe: Irgendwann lohnt sich das Flicken nicht mehr.

Muss man solche, teils auch noch hässlichen «Zeitzeugen» wirklich unter Denkmalschutz stellen, wie das in Zug diskutiert wird? Nachhaltige Ortsentwicklung sieht meiner Meinung nach anders aus. Deshalb befürworte ich das neue Zuger Denkmalschutzgesetz. Es schützt nur wirklich Wertvolles und bekommt an der Urne mein Ja.

Rainer Leemann, Kantonsrat FDP, Zug


Zum Glück gab es zu Zeiten der Pfahlbauer noch keinen Denkmalschutz. Dies hat sich geändert und dennoch ist die Aktualisierung des bestehenden Gesetzes gelegentlich nötig. Ich bin dafür.

Josef Frick, Zug

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