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Die Stadtzuger Letzistrasse soll Tempo-30-tauglich werden

Sie gehört zu den grossen Strassen des Herti-Quartiers. Die Stadt plant nun die Letzistrasse zu sanieren und sie dabei schmäler zu machen. Dabei soll die Fläche mit versiegeltem Boden deutlich kleiner werden.
Zoe Gwerder
Oben: die Letzistrasse Richtung Süden fotografiert, mit der aktuellen Abwasser-Baustelle und den schrägen Parkplätzen. (Bild: Roger Zbinden (Zug, 8. Dezember 2018))

Oben: die Letzistrasse Richtung Süden fotografiert, mit der aktuellen Abwasser-Baustelle und den schrägen Parkplätzen. (Bild: Roger Zbinden (Zug, 8. Dezember 2018))

Im Zuger Herti-Quartier wird erneut eine Strasse saniert und umgestaltet: die Letzistrasse auf dem Abschnitt zwischen der General-Guisan-Strasse und dem Schulhaus Herti. «Eine Sanierung verlangt zum einen der Zustand der Strasse und zum andern die Umstellung auf eine getrennte Kanalisation», erklärt der Zuger Stadtingenieur Jascha Hager. Beschlossen und durch die politischen Instanzen ging das Projekt – gemeinsam mit den anderen Strassen im Herti-Quartier – bereits 2012. Nun liegt das Projekt zur Baubewilligung öffentlich auf. «Wir möchten die Strasse aufwerten und den Schulweg sicherer machen, ohne Parkplätze zu verlieren.»

Die bisherige Strasse wird als Kreisverkehr geführt. Auf der Mittel-Insel sind die Parkplätze schräg angeordnet – jeweils zwei hintereinander. Und in diesem Bereich gibt es wohl die grösste Veränderung. Denn neu soll nur noch die Fahrbahn mit zwei Spuren westlich der Parkplatzinsel dem Autoverkehr dienen. «Mit fünfeinhalb Metern ist sie breit genug, dass ein Auto und ein Lastwagen gut kreuzen können», so Hager. Das Trottoir auf dieser Seite bleibt bestehen.

Mehr Wiese und gerade Parkplätze

Die Parkplätze werden neu nicht mehr schräg zur Fahrbahn angeordnet, sondern rechtwinklig. «Um alle Parkplätze so wieder zu erstellen, wird der Parkplatz-Bereich etwas länger. Im Gegenzug erhalten wir viel mehr Platz östlich des Parkplatzes.» Dort gibt es – anstelle der ursprünglichen Fahrbahn – einen Rad-Gehweg und der Rasen der angrenzenden Überbauung wird um vier Meter erweitert. «Durch das zusätzliche Rasen-Band sowie den Parkplatz aus Verbundsteinen wird die asphaltierte Oberfläche reduziert», erklärt Hager weiter.

Auch die Bäume, die derzeit auf der Parkplatzinsel stehen, werden nicht gefällt, sondern ausgegraben und später wieder gepflanzt. «Es werden sogar noch eine Handvoll weitere Bäume dazukommen», verrät der Stadtingenieur.

In Sachen Sicherheit soll es für Fussgänger und Velofahrer – insbesondere für die Schüler – Verbesserungen geben. «Der Rad- und Gehweg schliesst sich direkt an jenen an, der von der Bossard-Arena her der General-Guisan-Strasse entlang führt. So müssen die Schüler dort nicht mehr auf die Strasse.» Ein leicht erhöhter Strassenübergang soll zudem die Strassenquerung vom Herti-Quartier in Richtung Lorze sicherer machen. Auch bei der Mündung der Letzistrasse in die General-Guisan-Strasse wird der Vortritt der Fussgänger baulich gekennzeichnet. Mit all diesen Massnahmen wird die Letzistrasse Tempo-30-tauglich werden. Noch weiter geht man bei der Kurve, welche ans Schulhausareal grenzt: «Dort bauen wir die Strasse so, dass die Überführung in eine Begegnungszone ohne weitere Massnahmen möglich wäre», sagt Jascha Hager. Dies beinhaltet einen Belag in hellerer Farbe sowie Linien für Menschen mit einer Sehbehinderung.

Abwasserleitung wird bereits neu erstellt

Obwohl das Baugesuch noch bis zum 19. Dezember aufliegt, wird bereits an der Strasse gearbeitet. «Diese Arbeiten betreffen die neue Abwasserleitung», klärt Hager auf. Denn als einer der letzten Abschnitte wird nun das bisherige Mischsystem, bei welchem Schmutzwasser und Regenwasser gemeinsam über die Kanalisation abgeführt werden, ersetzt. «Wir bauen nun auch dort ein Trennsystem», fügt er hinzu. Bei diesem werden Meteorwasser – also Niederschlag – vom Abwasser getrennt. Das Meteorwasser wird dann direkt dem See zugeführt, was die Kläranlage entlastet.

Hager rechnet nicht mit Einsprachen, da das Quartier im Voraus ausführlich informiert worden sei. Auch die Durchfahrt wird im Einbahnverkehr immer möglich sein. «Wir machen nun zuerst jenen Teil der Strasse, der eine Strasse bleibt. In dieser Zeit wird der Verkehr hinter den Parkplätzen durchgeführt, wo dereinst Rasen und Trottoirs sein werden», erklärt Stadtingenieur Hager. Wenn dieser Teil dann umgestaltet wird, rollt der Verkehr bereits über die neue Strasse. «Einzig die Parkplätze werden während der Bauzeit nicht immer alle zur Verfügung stehen.»

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