Leserbrief
Letzte Lesermeinungen zur Ständeratswahl im Kanton Zug

Zum zweiten Wahlgang der Ständeratswahlen im Kanton Zug am 17. November

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Vordergründig geht es der Rot-Grünen-Mitte-Mehrheit im Bundesparlament um den Schutz des Klimas. In Tat und Wahrheit ist die «grüne Welle» mit der angekündigten «Klimakatastrophe» ein schlecht getarnter Raubzug auf das Portemonnaie der Steuerzahler.

Es droht eine gigantische Umverteilungsübung auf unser marktwirtschaftliches System. Den selbst ernannten Weltrettern auf der linken Seite (SP und Grüne) ist es sehr wohl bewusst, dass die von ihnen propagierten Massnahmen praktisch keinerlei Wirkung entfalten werden. Dass ihre Rezepte unsozial sind und genau diejenigen am meisten treffen werden, nämlich die sozial Schwächeren und Pensionierten.

Beispiele gefällig? Das Rentnerehepaar, dessen Budget bloss für eine neue Ölheizung reicht, nicht aber für die teure Wärmepumpe, die ihm rot-grün aufzwingen will. Der Pendler, der keine vernünftige öV-Verbindung an seinen Arbeitsplatz hat und die künstlich verteuerten Treibstoffpreise bezahlen muss, weil er nicht aufs Auto verzichten kann. Der Mieter, der höhere Nebenkosten berappen muss, weil die C02-Abgaben steigen.

Wir vom Bund der Steuerzahler (BDS) spielen dieses durchschaubare Spiel nicht mit: Zusätzliche staatliche Bevormundung, Umerziehung und den Raubzug auf das Portemonnaie der Bevölkerung lehnen wir ab.

Deshalb: Wer nicht mehr Steuern, Abgaben und Gebühren will, wer nicht mehr für Benzin zahlen will, wer kein Verbot von Ölheizungen will, wer den Raubzug aufs Portemonnaie ablehnt, wählt den SVP-Kandidaten zum Ständerat. Nehmen Sie heute den Wahlzettel in die Hand, dann gewinnt Zug und die Schweiz!

Ernst J. Merz, Unterägeri Bund der Steuerzahler Zug


Die von der «Zuger Zeitung» für Leserbriefe zu den Ständeratswahlen publizierten Regeln enthalten unter anderem den Hinweis, dass keine Briefe berücksichtigt werden welche «explizite Empfehlungen für die Wahl von Kandidatinnen und Kandidaten» enthalten. Aus diesem Grund ist in all den Leserbriefen nur noch von Empfehlungen für die Kandidatin oder den Kandidaten dieser oder jener Partei zu lesen. Dabei wird oft herumgeeiert, nur um keinen Namen nennen zu müssen. Einen Namen notabene, welcher bereits im ersten Versuch von jedem politisch interessierten Leser ohne grosse Mühe erraten werden kann. Ist dies sinnvoll? Meines Erachtens aus folgenden Gründen nicht:

Erstens: Die Ständeratswahl ist eine Personenwahl und keine Parteiwahl. Zweitens: Alle drei im zweiten Wahlgang Stehenden sind im Kanton Zug seit Jahren bekannt und haben für diesen in verschiedener Hinsicht persönlich viel geleistet. Ich finde, sie alle haben es verdient, beim Namen genannt zu werden und nicht hinter einer Maske versteckt zu werden. Drittens: Die gleiche Zeitung, welche in den Leserbriefen eine explizite Namensnennung verbietet, schaltet in jeder Ausgabe bezahlte Werbung für genau diese Kandidaten, selbstverständlich unter expliziter Namensnennung und teilweise sogar direkt unter den Leserbriefen.

Carlo Lusser, Zug


Wer gehofft hatte, der Wahlkampfstil des SVP-Kandidaten würde sich im 2. Wahlgang ändern, wurde enttäuscht. Sein Werbeplakat verschweigt nach wie vor dessen Parteizugehörigkeit. In sanften Farbtönen gehalten, will es weiterhin den Eindruck erwecken, der Kandidat spiele in einer anderen Liga, stehe über den Niederungen der Alltagspolitik – ein Überparteilicher eben. Partei-Erkennungszeichen, widerliche gefrässige Würmer, zum Beispiel, würden dieses Bild natürlich trüben.

Ich möchte mich in Bern von einem Ständerat vertreten lassen, der Farbe bekennt und für mich berechenbar ist. Deshalb wähle ich den FDP-Kandidaten.

Und noch etwas: Warum nur war das Verschweigen der Partei auf den Plakaten – Etikettenschwindel durch Unterlassung – nie Gegenstand im redaktionellen Teil der Zeitung? Wir wissen es nicht und halten es mit König Eduard III. von England, der sagte: «Honi soit qui mal y pense.»

Walter Huwyler-Maier, Zug


Ich kann mich nicht erinnern, wann die Zuger Stimmbürger in den letzten Jahrzehnten einen besseren Ständeratskandidaten als denjenigen der SVP auf dem Stimmzettel gehabt haben.

Sein Leistungsausweis sowohl als kantonaler Baudirektor wie auch als Finanzdirektor ist mehr als beeindruckend. Die grossen Infrastrukturprojekte, die unseren Kanton und unsere Wirtschaft fit für die Zukunft machen werden, wurden während seiner Amtszeit geplant oder in die Hand genommen. Dass der Kanton Zug sich endlich aus dem Würgegriff des ungerecht gestalteten Nationalen Finanzausgleiches NFA einigermassen befreien konnte, haben wir ihm ebenfalls zu einem grossen Teil zu verdanken.

Und als OK-Präsident des grössten Ereignisses, welches Zug jemals zu bewältigen hatte, nämlich das vor kurzem stattgefunden habende Eidgenössische Schwingfest Esaf, hat er seine Kompetenz noch einmal klar und deutlich bewiesen.

Obwohl er sich gut und klar ausdrückt, ist der SVP-Kandidat ein Macher, kein Schwätzer. Und obwohl er zu den grundsätzlichen Werten der SVP steht – nämlich eine freie und sichere Schweiz mit mündigen Bürgern – ist er kein sturer Ideologe, sondern ein geschickter Pragmatiker, der tragbare und vernünftige Kompromisse sucht und findet.

Mit ihm wird der Kanton Zug eine starke Stimme in Bern haben, die unsere berechtigten Interessen verteidigt. Und mit ihm im Ständerat wird es eine unbedingt nötige zusätzliche Stimme geben, die sich gegen eine weitere Anbindung an die EU um jeden Preis stemmen wird.

Und nicht zuletzt hätte unser Kanton eine gute Chance, in einigen Jahren wieder einmal einen Bundesrat zu stellen.

Pedro Bilar, Zug


Die nationalen Wahlen 2019 sind vorüber – nein, noch nicht ganz: Es gibt noch den zweiten, wichtigen Wahlgang vom 17.November, um das Zuger Ständeratsduo zu komplettieren. Im ganzen Kanton sind die Plakate der Kandidierenden zu sehen. Drei Persönlichkeiten sind im Rennen. Bei dem einen Kandidaten fällt auf, dass seine Plakate des Öftern verschandelt und verunstaltet werden. Möglicherweise aus dem Lager des politischen Gegners, nämlich mit «Klimastreik»-Aufklebern oder einem aufgemalten, an dunkle Zeiten erinnernden Zweifinger-Schnurrbart. Auch werden Plakate selektiv abgerissen, zum Teil ganz oder dann halt halbbatzig. Ist das die soziale, alternative Umgangsart mit dem politischen Gegner? Frei von Argumenten, sondern mit physischer Gewalt – hier an Plakaten? Mit vollem Einsatz, wie man es auch vom angegriffenen Kandidaten her kennt, bringen seine Unterstützer mit grossem Effort die Plakate wieder auf Vordermann und beseitigen den Vandalismus. Deshalb erst recht am 17. November den richtigen Kandidaten wählen. Der Kandidat, der sich, wie gewohnt, mit grossem Einsatz und unverfälscht, ohne fremde Mandate, erfolgreich für unseren Kanton in Bern einsetzten wird.

Thomas Dubach, Gemeinderat SVP, Zug


Die beiden Zuger Ständeräte und zwei von drei Nationalräten, alle FDP/CVP, setzten sich vor über 15 Jahren für den NFA, den neuen Nationalen Finanzausgleich, ein. Der NFA trat 2008 in Kraft und erhöhte sich Jahr für Jahr während 13 Jahren bis 2020 im Schnitt um jährlich rund 11,4 Millionen Franken. Kein Schweizer Kanton zahlt heute pro Kopf mehr als die Einwohner des Kantons Zug. Seither hörten wir alle vier Jahre bei den Wahlen von allen Kandidaten und Kandidatinnen, dass sie sich in Bundesbern für eine gerechte Senkung des NFA einsetzen würden. Passiert ist zwischenzeitlich ganz und gar nichts – alles nur Luft und politische Träumereien.

Im Jahre 2019 zahlte Zug 329'430'000 Franken in den NFA ein. Im Jahre 2020 wird Zug 329'718'000 Franken einzahlen.

Das Delta zwischen 2019 und 2020 – «lumpige» 288'000 Franken! Viele Politiker reklamieren diesen Erfolg für sich. Fakt ist, dass der Zuger Finanzdirektor in den letzten 4 Jahren für dieses Thema verantwortlich zeichnete und dank seiner intensiven Mitwirkung dieser Kompromiss unter allen Kantonen, Geber und Nehmer, zu Stande gekommen und in Kraft ist. Der Kanton Bern erhält 2020 1,101 Milliarden Franken statt wie dieses Jahr CHF 1,187 Milliarden, minus 85,8 Millionen Franken. Der Kanton Zürich zahlt erstmals über 0,5 Milliarden Franken, nämlich 517 Millionen Franken – satte 29,8 Millionen mehr als dieses Jahr.

Ach ja – pro Kopf zahlt Zug zweitausendsechshundertfünfundachtzig Schweizer Franken an Solidarität, wegen der gewachsenen Einwohnerzahl etwas weniger als 2019. Gibt es noch Fragen?

Philip C. Brunner, Kantonsrat, Gemeinderat SVP, Zug

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