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Baar: Letzte Lücke wird geschlossen

Im Ortszentrum, wo früher das «Rössli» war, soll ab Ende 2020 ein Wohn- und Gewerbehaus stehen. Die Pläne dafür liegen gegenwärtig auf. Es ist das nächste Kapitel einer langen Geschichte.
Raphael Biermayr
So könnte sich Ende nächsten Jahres die Marktgasse in Baar präsentieren. (Bild: Visualisierung PD)

So könnte sich Ende nächsten Jahres die Marktgasse in Baar präsentieren. (Bild: Visualisierung PD)

Wer Sehnsucht nach dem Anblick des Restaurants Rössli in Baar hat, kann diese auf Google Street View befriedigen. Dort ist es noch zu sehen, dieses gelbe, an diesem Platz aus der Zeit gefallene Gebäude mit dem über Jahre dahinsiechenden Gastronomiebetrieb. Seit fünfeinhalb Jahren ist es abgerissen. Ende 2020 soll an dieser Stelle, über zwei Parzellen hinweg an der Marktgasse 8, ein mächtiger schwarz-weisser Neubau stehen. In den vier Geschossen finden sich 13 Mietwohnungen sowie Geschäftsräume. Die Pläne der Grundstückseigentümerin Alfred Müller AG liegen derzeit bei der Gemeinde auf.

Jene war nicht frei in der Gestaltung des Gebäudes: Der Bebauungsplatz Rathausplatz macht Vorgaben dafür. Beispielsweise, wie es in den Projektunterlagen heisst, ist auf eine Arkade vor den geplanten Läden verzichtet worden. Die Baukosten sind gemäss Unterlagen auf acht Millionen Franken veranschlagt.

Ein Denkzettel der Versammlung

Vor bald neun Jahren hat der Baarer Baugigant die freie Fläche an bester Lage gekauft. Vor sechs Jahren schien es nur noch eine Frage der Zeit, bis die Überbauung Tatsache wird. Doch Ende Juni 2013 erhielt er von der Gemeindeversammlung (GV) eine Absage an ihre Pläne. Die Baarer wiesen die Teilrevision des Bebauungsplans Rathausplatz zurück. Diese Änderung des Bebauungsplans war die Voraussetzung für den Bau des neuen Wohn- und Geschäftshauses. Der Grund für die Zurückweisung war eine allgemeine Verunsicherung, die durch eine lange Diskussion um etwas anderes entstanden war, wie unsere Zeitung damals berichtete: Zwei Anwohner der angrenzenden Überbauung, die ebenfalls zum Bebauungsplan Rathausplatz gehört und von der Alfred Müller AG erstellt wurde, bemängelten vor allem die Feuersicherheit in ihrer Tiefgarage und sprachen von weiteren Mängeln. Die Versammlung verpasste der Firma also gewissermassen einen Denkzettel. Diese reagierte und behob die Mängel, unter anderem wurde in der Tiefgarage auf ihre Kosten eine Sprinkleranlage eingebaut. Das dauert allerdings seine Zeit. Währenddessen wurde das «Rössli» abermals in Betrieb genommen, ehe es im Oktober 2014 Geschichte war, als – trotz weiterhin offener Situation bezüglich des Neubauprojekts – die Bagger auffuhren. Am 22. Juni 2017 schliesslich stimmten die GV der Teilrevision des Bebauungsplans grossmehrheitlich zu. Nun könnte die letzte Lücke auf dem Rathausplatz noch geschlossen werden.

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