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Licht aus: Kanton zieht in Holzhäusern den Stecker

Zwölf Strassenlaternen entlang der Holzhäusernstrasse werden dauerhaft entfernt. Das stösst einigen Anwohnern sauer auf, sie wollen etwas dagegen unternehmen.
Laura Sibold
Einzelne Strassenlaternen entlang der Holzhäusernstrasse stehen noch, Licht brennt aber nicht mehr.

Einzelne Strassenlaternen entlang der Holzhäusernstrasse stehen noch, Licht brennt aber nicht mehr.

Vergangene Woche schien an der Holzhäusernstrasse in Risch – der Verbindungsstrasse zwischen Buonas und Holzhäusern – noch alles normal zu sein. Denn während der Nacht brannten Strassenlaternen und sorgten für ausreichend Licht. Kurz darauf hiess es jedoch Lichterlöschen auf einer Strecke von rund einem Kilometer Länge ausserhalb der Tempo-50-Zone. Auf Höhe Katharinenhof bis zur Einfahrt Unterrüti sollen nun zwölf Kandelaber dauerhaft entfernt werden. Das Bauprojekt für die Kantonsstrasse lag im Sommer öffentlich auf. Da keine Einsprachen eingingen, folgte im Dezember 2018 die Baubewilligung.

Laut kantonalem Tiefbauamt werden zurzeit die sieben Strassenlaternen zwischen Katharinenhof und Blegistrasse abgebaut, fünf weitere im unteren Strassenabschnitt Richtung Buonas folgen zu einem späteren Zeitpunkt. Dass die Strassenlaternen verschwinden müssen, sorgt bei einigen Anwohnern für Kopfschütteln. «Es ist stockdunkel und als Fussgänger mühsam. Wir haben schon keinen Bus an den Bahnhof, jetzt wird uns auch noch das Licht weggenommen», beschwert sich etwa Sandra Egger, die unmittelbar am betroffenen Strassenabschnitt wohnt.

Anwohner wurden nicht gross informiert

Auf der Facebook-Seite «Zuger helfen Zugern» hat die Rischerin vorgestern einen Aufruf gestartet, um mit betroffenen Nachbarn etwas gegen die fehlende Strassenbeleuchtung zu unternehmen. «Vor allem Fussgänger, Velofahrer und Kinder, die zum Schulhaus Holzhäusern gehen müssen, sind die Verlierer. Man sieht nun kaum mehr etwas, das ist gefährlich», betont Egger. Dass die Strassenlaternen von heute auf morgen gelöscht und entfernt werden, kann sie nicht verstehen. Bis letzte Woche seien die Laternen nachts rund um die Uhr in Betrieb gewesen, nun falle man von einem Extrem ins andere. «Ich könnte es verstehen, wenn man die Lampen ab Mitternacht ausschalten würde, das wäre auch ökologischer. Aber gar kein Licht ist einfach nur fahrlässig.» Auf ihren Facebook-Aufruf hat die Rischerin bereits rund zehn Nachrichten von anderen Anwohnern erhalten, die ihre Unterstützung zugesichert haben. Sie werde diese Woche noch ein Schreiben an den Kanton und die Gemeinde verfassen und Unterschriften von Anwohnern abholen, bestätigt Egger. Auf das Thema aufmerksam geworden ist auch Ruedi Inglin, Präsident des Nachbarschaftsvereins Holzhäusern. Er wohnt selber im dunklen Strassenabschnitt und bedauert vor allem die fehlende Kommunikation. «Wir Anwohner wurden leider nicht direkt informiert, sondern mussten selber auf die Gemeinde zugehen, um Informationen zu erhalten.» Dies sei wohl auch der Grund, dass die meisten Anwohner erst jetzt auf das Thema aufmerksam wurden.

Beleuchtung ist ausserorts nicht mehr vorgesehen

Auf Nachfrage erklärt der Rischer Bauvorsteher Ruedi Knüsel den Grund für das Lichterlöschen: «Das kantonale Beleuchtungsreglement sieht vor, dass ausserorts im Grundsatz keine Strassenbeleuchtungen mehr betrieben werden. Daher wurden die Kandelaber zurückgebaut.» Die Gemeinde anerkenne aber die Bedenken der Anwohner und ihre die Sorgen betreffend Schulwegsicherheit. Es sei beabsichtigt, ein Gespräch mit den Anwohnern unter Beteiligung des Tiefbauamts und der Gemeinde zu führen und die Situation zu analysieren.

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