LICHTVERSCHMUTZUNG: Plädoyer für die Dunkelheit

Wenn es Nacht wird im Kanton Zug, bleibt es vielerorts hell. Zu hell, findet die «Interessensgemeinschaft (IG) Lichtverschleiss-Energieverschleiss» - und lanciert die öffentliche Diskussion über die so genannte Lichtverschmutzung in Zug.

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Lichter im abendlichen Ägerer Dorfkern. (Bild Werner Schelbert / Neue ZZ)

Lichter im abendlichen Ägerer Dorfkern. (Bild Werner Schelbert / Neue ZZ)

Lichtverschmutzung bezeichnet die Aufhellung des Nachthimmels durch künstliches Licht. Fachleute gehen davon aus, dass die Nacht über Europa von Jahr zu Jahr um 10 Prozent heller wird. Sterne sind schlecht sichtbar, Beobachtung und Forschung werden eingeschränkt. Tiere werden gestört, der Wachstumszyklus von Pflanzen ebenfalls. Man geht davon aus, dass der menschliche Körper weniger Melatonin (Schlafhormon) ausschüttet, wenns nachts zu hell ist. Experten vermuten, dass der Schutz vor Krebs sinkt und das Immunsystem geschwächt wird.

Die IG ermittelte mit Fragebögen die Sensibilität dafür in den einzelnen Gemeinden - und erstellte ein Rating. In Zug, Hünenberg und Steinhausen sei man sich des Problems bewusst. In Walchwil, Neuheim, Unterägeri und Risch bestehe «grosses Verbesserungspotenzial». Die IG fordert, dass die Gemeinden ihre Beleuchtung überprüfen und allenfalls Massnahmen ergreifen sollen, um den Lichtsmog zu reduzieren.
 
Sarah Kohler

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zuger Ausgabe der «Zentralschweiz am Sonntag».