Leserbrief

Lieber als Vorbild den Islam leben, statt sich beklagen

«Keller-Messahli schreibt EU-Präsidentin», Ausgabe vom 11. Dezember

Hören
Drucken
Teilen

Ich hätte gerne mal von Saida Keller-Messahli vom sogenannten Forum für einen «fortschrittlichen» Islam (als wäre dieser rückständig) erfahren, welche Grundlage ihr Islam genau hat. Eine Person als Expertin für den Islam zu interviewen, die über den Koran sagt: «Dieser ist eine Sammlung von völlig widersprüchlichen Texten», und deren Meinung zu publizieren, ist in meinen Augen sehr frech und einseitig.

Wenn sie eine Muslimin ist, soll sie doch bitte anfangen, als Vorbild den Islam zu leben und nicht nur darüber zu quasseln. Alles, was ihr nicht passt, zum Beispiel Kopftuch, wird als rückständig bezeichnet. Gibt es denn wirklich gar nichts Gutes im Islam?

Bitte Saida Keller-Messahli, vermische die kulturellen Einflüsse aus den verschiedenen Ländern nicht mit dem Islam. Denn Kopftuch ist Pflicht, Burka nicht. Allen Menschen mit Respekt und Würde begegnen, ist Pflicht. Diskriminieren und Kopftuch verbieten ist nicht Pflicht, den Koran zu lesen und zu verstehen ist Pflicht, den Islam versuchen zu ändern nicht. Also bitte liebe Redaktion, wenn ihr eine Meinung zum Islam wollt, bitte nicht diese Person interviewen. Sie vertritt zu 100 Prozent nicht die Mehrheit der muslimischen Meinung.

Ahmet Erol, Zug