Leserbrief

«Linkes Kindergeschrei hilft nichts»

«Es geht um die Rettung der Äsche», Ausgabe vom 27. Juni

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Es ist Sommer, die Sonne brennt auf die Menschen, die Gletscher schmelzen, die Fische leiden und das alles trotz oder wegen der Zunahme der Vertreter der Links-Grünen Parteien in allen Gremien? Wer 2003 die Grünen gewählt hat und damit das Programm «Die Grünen befürworten eine Erhöhung der Energiepreise. Der daraus entstehende Ertrag soll zur Finanzierung der Sozialversicherungen benutzt werden» staunt heute nicht schlecht, sind doch alle Werte, welche zur Klimaerwärmung beitragen, gestiegen. Das Umverteilen von Geld aus Energie zu Sozialleistungen ermöglichte zwar vielen Wenig-Verdienern in die Ferien zu reisen (Fliegen), was ohne diese Umverteilung nicht möglich wäre. Dem Klima hat es aber scheinbar nicht geholfen?

Wenn Andreas Lustenberger nun mit der Äsche Wahlkampf betreibt, ist das viel Polemik. Die aufgehetzten Jugendlichen, welche lauthals nach Systemchange rufen und dabei ausser acht lassen, dass genau sie diejenigen sind, welche am meisten zum Klimawandel beitragen, ist auffallend. Schulbusse und Mami Taxis karren Tausende Kinder mehrfach am Tag umher, der Schwimmunterricht findet im beheizten Schwimmbad statt, im Winter im Pullover im Schulzimmer? Geht gar nicht, angenehm geheizt muss es sein. Lernen mit Schulbüchern? Altmodisches Zeugs, jeder braucht einen Computer und ein Handy. Welche Generation kennt noch die Abschaltung des Stroms für die Waschmaschine am Mittag (weil zu wenig davon verfügbar war), heute ist rund um die Uhr Jubel-Trubel angesagt, die Klimakids müssen des Nachts in Clubs, die Musikanlagen und Lichtshows verbrennen Millionen an Kilowattstunden Strom. Zudem muss auch der öV rund um die Uhr im halbstunden Takt verfügbar sein. Ausrede, die sollen das aus erneuerbarer Energie beziehen, dann ist das kein Problem. Als ob die Solarzellen und Batterien auf Bäumen wachsen. Aber weiterhin gilt, wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut.

Es braucht Lösungen, linkes Kindergeschrei hilft nichts. Es sei denn, sie leben das, was sie fordern auch vor. Davon habe ich aber bisher nichts gesehen.

Karl Künzle, Menzingen