LITTERING: Abfall wegwerfen wird gebüsst

Wer im Kanton Zug Getränkedosen und Take-Away-Verpackungen auf den Boden wirft, kann künftig mit einer Busse von 100 Franken bestraft werden. Der Kantonsrat hat am Donnerstag mit 51 Ja- gegen 20 Nein- Stimmen eine Revision des Übertretungsstrafgesetzes definitiv beschlossen.

sda/Nop
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Kann teuer werden: Littering soll im Kanton Zug gebüsst werden. (Bild: Chris Iseli / Neue LZ (Archiv))

Kann teuer werden: Littering soll im Kanton Zug gebüsst werden. (Bild: Chris Iseli / Neue LZ (Archiv))

Auch das unerlaubte Aufhängen von Plakaten, unerlaubtes Feuer entfachen, öffentliches Urinieren,
Sprayereien und Lärmbelästigungen können im Kanton Zug künftig mit 100 Franken Busse bestraft werden.
Konsequenzen hatten diese Übertretungen zwar auch bis anhin. Die Polizei musste jedoch immer eine Anzeige
bei der Staatsanwaltschaft machen und konnte nicht direkt den Bussenblock zücken.

Neu ist insbesondere, dass nicht nur Polizisten oder die Sicherheitsassistenten Übertretungen ahnden können,
sondern auch Forstwarte, Wildhüter und Fischereiaufseher - je nach dem, ob die Taten in ihrem
Zuständigkeitsgebiet begangen wurden.

Wer erwischt wird, kann die Busse entweder sofort bezahlen oder die Personalien angeben und eine 30-tägige
Bedenkfrist verlangen. Auch das bisherige Verfahren mit einer Anzeige bei der Staatsanwaltschaft ist möglich.
Dies ist für die Betroffenen aber mit erheblich mehr Aufwand verbunden als das sofortige Bezahlen, und dürfte
deshalb kaum bevorzugt werden.

Gegen die Erweiterung des Übertretungsstrafgesetzes war die SVP. Das vorliegende Gesetz sei viel zu
umfassend und gehe zu weit, argumentierte sie.