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LITTERING: Die Zuger Sauberkeitskampagne ist entsorgt

Auf das Mitte 2016 ausgelaufene Projekt «Zug blibt suuber» folgt keine neue Aktion, um im ganzen Kanton gegen die Vermüllung des öffentlichen Raums anzukämpfen. Einige Gemeinden bedauern das.
Rahel Hug und Raphael Biermayr
Mit Plakaten wie diesem sind die Zuger auf das Litteringproblem aufmerksam gemacht worden. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 28. Juli 2014))

Mit Plakaten wie diesem sind die Zuger auf das Litteringproblem aufmerksam gemacht worden. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 28. Juli 2014))

Rahel Hug und Raphael Biermayr

redaktion@zugerzeitung.ch

Die gelb-schwarzen Aufkleber sind weiterhin präsent im Kanton Zug, auch wenn die dahinterstehende dreijährige Anti-Littering-Kampagne «Zug blibt suuber» vor über einem Jahr ausgelaufen ist. Jetzt hat die zuständige Arbeitsgruppe bekanntgegeben, sie nicht mehr aufleben zu lassen. Der Rischer FDP-Gemeinderat Ruedi Knüsel, der Leiter der Gruppe, schreibt in einer Medienmitteilung, dass zwar ein neues Programm ausgearbeitet worden sei, dieses aber nicht von allen elf Gemeinden getragen würde. Einige Gemeinden hätten ihre Zustimmung davon abhängig gemacht, dass sich alle an der Anti-Littering-Aktionen beteiligten. «Unter diesen Voraussetzungen haben sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe entschieden, die gemeinsame Kampagne einzustellen», heisst es in besagtem Schreiben.

Knüsel macht keinen Hehl daraus, dass er diesen Schritt bedauert. In Rotkreuz habe sich die Situation dank «Zug blibt suuber» «deutlich verbessert». Die rund 150000 Franken, die das neue dreijährige Programm gekostet hätte, wären «durch den verminderten Reinigungsaufwand kompensiert worden», ist er sicher. Der Finanzierungsschlüssel sah vor, dass sich der zuständige gemeindeübergreifende Zweckverband Zeba sowie der Kanton Zug zur Hälfte daran beteiligen, die andere Hälfte wäre unter den Gemeinden «entsprechend ihrer Einwohnerzahl» aufgeteilt worden, schreibt Knüsel auf Nachfrage.

«Gefahr einer Zunahme des Litterings»

Welche Gemeinden waren für eine Fortführung einer Sauberkeitskampagne, welche dagegen und warum? Auf eine – betreffend die Antwortzeit knapp bemessene – Umfrage unserer Zeitung gestern machten lediglich Gemeinden Angaben, die das Projekt weiter unterstützt hätten: Baar, Cham, Hünenberg, Neuheim und Zug. Der Neuheimer Gemeindepräsident Roger Bosshart (FDP), dessen Firma die eingängigen Plakate für «Zug blibt suuber» kreiert hat, findet die Situation «unverständlich». Er macht wegen des Stopps des Programms «die Gefahr einer erneuten Zunahme des Litterings» aus. Der zuständige Baarer Gemeinderat Pirmin Andermatt (CVP) weist darauf hin, wie wichtig es sei, das «Litteringbewusstsein» der Jugendlichen zu fördern ­sowie auf die Vermüllung von Landwirtschaftszonen aufmerksam zu machen.

Auch der Zuger Stadtrat Urs Raschle (CVP) bedauert, dass die Gemeinden in diesem Bereich künftig nicht mehr zusammenarbeiten. «Für die Solidarität ist das ein schlechtes Zeichen», sagt er. Dass es so weit kommen würde, war für den Sicherheitsvorsteher allerdings absehbar: «Als die Kampagne ins Leben gerufen wurde, gab es bereits Gegenwind. Das Thema Littering ist nicht für alle Gemeinden gleich wichtig.» In der Stadt Zug sei es prioritär. Deshalb werde sie weiterhin präventiv tätig sein.

Dafür kann sich der Kantonshauptort – wie alle anderen Gemeinden auch – des vorrätigen Materials von «Zug blibt suuber» bedienen, teilt die Arbeitsgruppe mit. Im Gegensatz zur Kampa­gne sind die Aufkleber und Plakate also nicht entsorgt worden. Das gilt übrigens auch für das Littering bekämpfende Gesetz: Wer dagegen verstösst, bezahlt weiterhin 100 Franken.

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