LITTERING: Kühe stossen auf böse Überraschungen

Von der Aludose bis zum Kickboard: Beim Mähen finden Zuger Landwirte viel Güsel. Dieser bereitet vor allem Kühen grosse Probleme.

Stephanie Hess
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Bauer Walter Annen vom Chollerhof in Zug beim Sammeln von Müll. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Bauer Walter Annen vom Chollerhof in Zug beim Sammeln von Müll. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Endlich eine Woche ohne Regen! Mit einiger Verspätung konnten die Zuger Landwirte in den letzten Tagen das hohe Gras auf ihren Feldern mähen. Doch in die Erleichterung über den jetzt möglichen Heuschnitt mischt sich auch viel Ärger – wegen dem Güsel, den Spaziergänger und Autofahrer auf die Felder werfen. «Wir haben in diesem Jahr schon mehrere Abfallsäcke gefüllt», sagt der Menzinger Bauer Beat Betschart. Mit dem Abfall zu kämpfen hat auch Walter Annen vom Zuger Chollerhof. «Uns überrascht nicht mehr viel», sagt er. Wenn er im Herbst den Mais ernte, finde er auch mal ein Velo oder ein Kickboard zwischen den Pflanzen.

Teile bohren sich in Magenwand

Probleme bereitet der auf bäuerlichen Feldern deponierte Abfall aber nicht in erster Linie aus ästhetischen Gründen. Wird er nicht eingesammelt, schadet er den Kühen – und zwar massiv. Denn Pet-Flaschen, Aludosen oder Glasflaschen werden von der Mähmaschine erfasst und landen geschreddert im Heu. Es entstehen scharfkantige Teilchen, die ungewollt den Kühen verfüttert werden. Kantonstierarzt Werner Limacher erklärt: «Zumeist landen diese Stückchen im ersten Magen der Kuh, dem Pansen, und bohren sich dort in die Magenwand». Für Tierarzt Limacher ist klar: «Es ist wirklich wichtig, dass wir hier aufmerksamer werden.»

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