«Lösungen aus der Mitte»

Michele Kottelat von der GLP kandidiert für den Nationalrat

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Die Zugerin Michele Kottelat will nach Bern und kandidiert für den Nationalrat.

Michele Kottelat, weshalb haben Sie sich für eine Kandidatur für den Nationalrat entschieden?

Michele Kottelat: Damit die Zuger Wählerschaft die Möglichkeit hat, eine engagierte, bürgerlich liberale und grüne Politikerin nach Bern zu schicken, die sich für eine Balance von Ökonomie und Ökologie einsetzt. Als kantonale Parteipräsidentin und Vorstandsmitglied der GLP Schweiz bin ich nahe an der eidgenössischen Politik.

Was sind Ihre drei wichtigsten Themen, für die Sie sich im Nationalrat einsetzen würden?

Kottelat: Ich plädiere seit Jahren für eine Kreislaufwirtschaft und somit für einen intelligenten Umgang mit unseren endlichen, nicht erneuerbaren Ressourcen. Werden Ressourcen wiederverwertet statt verbrannt, wird CO2 reduziert. In diesem Gebiet liegt ein enormes Potenzial für die Schweizer Wirtschaft, das es auszunutzen gilt. Hier können zudem auch neue Arbeitsplätze im niederschwelligen Bereich entstehen, die wir dringend brauchen. Die Bilateralen sind der Sauerstoff unserer Wirtschaft. Wer sie in Frage stellt, gefährdet das Erfolgsrezept Schweiz und den breiten Wohlstand in unserem Land. Nur eine gesunde Ökonomie hat Platz für ökologische Anliegen. Deshalb gilt es im Interesse der Ökologie, die Bilateralen unbedingt zu erhalten. Als freiheitsliebender Mensch weiss ich, dass Freiheit und Respekt eng miteinander verbunden sind. Auch in Bern will ich mich für mehr Respekt in jeglicher Beziehung einsetzen, sei es im ökologischen oder sozialen Bereich. Gesellschaftspolitik darf nicht weiter sträflich vernachlässigt werden. Respekt und Anstand sind keine Krankheit, sondern «un savoir vivre»!

Zug stellt drei Nationalräte, und alle kandidieren wieder. Wie beurteilen Sie Ihre Wahlchancen?

Kottelat: Meine Chancen sind minim. Doch wer mich wählt, unterstützt die bürgerliche «Mitte». Die Parteien an den Polen gefährden den Zusammenhalt der Schweiz. Lösungen entstehen nur aus der Mitte.

Weshalb sollen die Zuger ausgerechnet Sie wählen?

Kottelat: Soll der Kanton Zug in Bern nur von Männern vertreten werden? Nein, Zug braucht in Bern auch eine engagierte, unabhängige Frauenvertretung, die Ökologie und Ökonomie gleich stark gewichtet. Eine bürgerliche Frau, die keine Berührungsängste hat, die bereit ist, Brücken zu schlagen, die einstecken kann, nicht zum «Filz» gehört und sich für die Gemeinschaft einsetzt. Eine gesellschaftsliberale Frau, für die auch unkonventionelle Lebensmodelle für Jung und Alt in unserer Gesellschaft Platz haben.

Persönlich

Michele Kottelat (62) ist verheiratet. Sie wohnt in Zug und ist Unternehmerin. Politisch war sie Stadträtin Stadt Bern (80/81), Gemeinderätin Stadt Zug seit 2011, Mitglied Alterskommission Stadt Zug, alt Kantonsrätin, Präsidentin GLP Kanton Zug, Mitglied Vorstand GLP Schweiz.