Stadt Zug
Zerlegte Gartenhäuser und Müll: Verlassene Schrebergärten sorgen für Unmut

Die Schrebergärten am Lorzenweg liegen seit mehreren Monaten brach. Bald soll sich am unschönen Anblick aber etwas ändern.

Linda Leuenberger
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«Es sieht aus wie im Wilden Westen», schreibt ein Leser unserer Zeitung. Er beschreibt damit den Zustand der Schrebergärten am Lorzenweg in Zug. Seit mindestens Ende November liegen diese nämlich brach. Die ehemaligen Gartenhäuschen liegen zersetzt auf dem Boden, ebenso stört herumliegender Abfall das Auge des Betrachters:

Verlassen und verwaist: Die Schrebergärten am Lorzenweg im November.

Verlassen und verwaist: Die Schrebergärten am Lorzenweg im November.

Leserbild (Zug, 20. November 2020)

Ende Februar scheinen die 20 ehemaligen Gärten immer noch unberührt:

Im Februar hat sich an der Situation noch nichts geändert.

Im Februar hat sich an der Situation noch nichts geändert.

Leserbild (Zug, 20. Februar 2021)

Die Lorze-Schrebergärten wurden für das Projekt «Äussere Lorzenallmend» der Stadt Zug aufgehoben (Beitrag vom 27. Juli 2020). Die Stadt beabsichtigt im Rahmen dieses Projekts, das umliegende Quartier zu begrünen und mehr Naherholungsfläche zu schaffen. Als Ersatz für die 20 Gärten an der Lorze entstehen in der Fröschenmatt in Steinhausen 18 neue Schrebergärten. Ende 2020 ist der Pachtvertrag für die Gärten am Lorzenweg ausgelaufen. Die einzelnen Gärtnerinnen und Gärtner wissen bereits seit etwa zweieinhalb Jahren Bescheid, dass Ende 2020 Schluss ist. Warum tut sich auf den verwaisten Lorze-Gärten also nichts?

Gärtner können Ende März mit Zügeln beginnen

Hubert Müller, Präsident des Vereins «Familiengärten Fröschenmatt», erklärt auf Anfrage, dass die Umbauarbeiten an der Fröschenmatt im Gange sind. Unter anderem werde der Veloweg aufgefrischt und es entstehen neue Parkplätze. Müller sagt:

«Ende März oder Anfang April sollten die Bauarbeiten abgeschlossen sein.»

Zeitgleich sollen auch die Räumungsarbeiten an der Lorze beginnen können. Sechs ehemalige Lorze-Gärtner haben sich für den neuen Standort entschieden und werden – sobald die neue Parzelle in der Fröschenmatt bezugsbereit ist – ihre Pflanzen und weiteres Hab und Gut hinüberzügeln können. Bis dahin bleiben ihre zersetzten Gartenhäuschen noch auf dem Lorze-Areal liegen. «Bis Ende April sollte das Areal beim Lorzenweg gänzlich geräumt sein», sagt Hubert Müller. Bezahlt werde die Entsorgung von der Stadt Zug. Im Gegenzug hat der Familiengärten-Verein die Metallentsorgung finanziert.