LORZENSTROM: Bedarf mit Strom aus dem Kanton decken

Der Zuger Regierungsrat hat beschlossen, den Strombedarf des Kantons vermehrt mit sogenanntem Lorzenstrom zu decken. Auch Auftragnehmer des Kantons sollen zum Bezug von Lorzenstrom angehalten werden.

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Die kantonale Verwaltung bezieht laut Mitteilung jährlich rund 5 Megawatt-Stunden Strom. Zusammen mit dem Kantonsspital seien es gegen 7 Megawatt-Stunden. Wie überall im Netz der Wasserwerke Zug (WWZ) stamme der Strom zum kleinsten Teil aus einheimischen Quellen. Dies, obwohl entlang der Lorze neun Wasserkraftwerke stehen.

Die WWZ ermöglicht es ihrer Kundschaft, Lorzenstrom zu beziehen. Der Aufpreis beträgt laut Mitteilung der Baudirektion Zug 2 Rappen pro Kilowattstunde. Davon fliesse der grösste Teil in einen Fonds zur Verbesserung der ökologischen Verhältnisse im Einzugsgebiet der WWZ. Der Kanton Zug hat bisher schon 685'000 Kilowatt-Stunden Strom pro Jahr als Lorzenstrom bezogen.

Es gibt genug Lorzenstrom für alle
Der Regierungsrat hat nun beschlossen, diesen Bezug auf 2 Megawatt-Stunden pro Jahr zu erhöhen, heisst es in der Mitteilung. Hintergrund sei der Beschluss vom 29. Januar über ein Energieleitbild für den Kanton Zug. Dort heisst es: «Wer einen Energieträger wählen kann, muss erneuerbare Energie einbeziehen».

«Politische Erklärungen und eigenes Handeln sollen im Einklang sein», heisst es weiter, dies gelte für den Kanton genau so wie für seine Auftragnehmer. Der Regierungsrat wolle daher auch bei diesen darauf hinwirken, dass sie Lorzenstrom beziehen, soweit sie eigentliche Aufgaben des Kantons erfüllen.

Jährlich stehen rund 25 Megawatt-Stunden Lorzenstrom zur Verfügung. Dies sei genug für alle, die vom Energieleitbild des Kantons Zug angesprochen seien, heisst es. 

ana