Lorzentobel: Jetzt übernimmt der Kanton

Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung des Zuger Baudirektors Heinz Tännler koordiniert ab sofort alle Massnahmen im Hangrutschgebiet des Lorzentobels bei Allenwinden. Die nötigen Sofortmassnahmen sind eingeleitet.

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Der Hang beim Lorzentobel in Allenwinden ist weiter in Bewegung. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Der Hang beim Lorzentobel in Allenwinden ist weiter in Bewegung. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Seit einigen Tagen ist ein Seitenhang des Lorzentobels bei Allenwinden in Bewegung. Das herabstürzende Material drohte vorübergehend die Lorze zu stauen. Dank einer örtlichen Wasserumleitung auf Anordnung des gemeindlichen Führungsstabes von Baar konnte diese Gefahr inzwischen behoben werden. Seither ist die Lage unter Kontrolle, heisst es in einer Medienmitteilung der Zuger Baudirektion vom Dienstag.

Der Baarer Führungsstab hat deshalb die Verantwortung für die Beobachtung und die weiteren Massnahmen dem Kanton übergeben. Für diesen ist nun eine direktionsübergreifende Arbeitsgruppe im Einsatz, die von Baudirektor Heinz Tännler geleitet wird. Heinz Tännler zu den Aufgaben der Arbeitsgruppe: «Wir werden die Lage laufend beobachten und wenn nötig weitere Sofortmassnahmen anordnen. Zudem werden wir für alle Fälle eine Notfallplanung ausarbeiten.»

Zu den langfristigen Massnahmen meint Tännler: «Sobald die Fachleute die Situation als stabil erachten, werden die zuständigen Direktionen des Kantons Sanierungsprojekte erarbeiten. Wann dies sein wird, können wir heute allerdings noch nicht abschätzen.»

Keine Gefahr für die Öffentlichkeit

Tännler weist darauf hin, dass der Hang weiterhin in Bewegung ist und deshalb zur Zeit keine Sanierungsarbeiten in Angriff genommen werden können. Eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestehe aber nicht, so der Baudirektor: «Zur Sicherheit bleibt der Weg durch das Lorzentobel aber vorderhand gesperrt, das gilt sowohl für Fussgänger als auch für Velofahrer.»

pd/zim