LORZENTOBELBRÜCKEN: Die Notrufsäulen kommen nicht an

Seit einem halben Jahr gibt es Notrufsäulen für Menschen, die sich das Leben nehmen wollen. Benützt wurden sie noch nicht.

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Durch Lärm beeinträchtigt und stark exponiert: Eine der Notrufsäulen an der neuen Lorzentobelbrücke. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Durch Lärm beeinträchtigt und stark exponiert: Eine der Notrufsäulen an der neuen Lorzentobelbrücke. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

80'000 Franken haben die vier türkisfarbenen Notrufsäulen gekostet, die an den Zuger Lorzentobelbrücken dieses Frühjahr installiert worden sind. Diese sollen Lebensmüde in letzter Minute davon abhalten, von den Brücken zu springen.

Wie von der Dargebotenen Hand, der Organisation, die Menschen in Not unter der Telefonnummer 143 betreut, zu erfahren ist, sind die vier Notrufsäulen bislang noch nicht benützt worden. Die professionellen Helfer führen dies nicht zuletzt auf eine mangelhafte Platzierung der Telefone zurück.

Für Gesundheitsdirektor Joachim Eder hat sich das Aufstellen der Notrufsäulen dennoch «gelohnt». Aus seiner Sicht verkörpern die Telefone an den Lorzentobelbrücken nämlich «einen wichtigen Mosaikstein» in der Verhinderung von Selbsttötungen. Bislang ist in diesem Jahr ein Suizidopfer zu verzeichnen, das sich von der neuen Lorzentobelbrücke in den Tod gestürzt hat.

Wolfgang Holz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Zuger Zeitung.