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Die Ludothek Zug soll mehr Geld erhalten

Der Verein schreibt seit längerem Minus, vom Vermögen ist nicht mehr viel übrig. Das Bildungsdepartement ist mit einer Erhöhung des städtischen Beitrages um 10 000 Franken einverstanden.
Andrea Muff
Die Ludothek Zug nimmt auch eine soziokulturelle Rolle in Quartier und Stadt ein. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 07. August 2018))

Die Ludothek Zug nimmt auch eine soziokulturelle Rolle in Quartier und Stadt ein. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 07. August 2018))

Spiele und Spielsachen gehören zum Hauptgeschäft einer Ludo-thek. Diese können dort ausgeliehen werden, vergleichbar mit einer Bibliothek. Damit soll die Ludothek die Freude am Spiel und am Spielen fördern. Die Ludothek in der Stadt Zug ist als Verein organisiert und befindet sich seit April 2016 an der Grabenstrasse 18a mitten in der Zuger Altstadt. In den historischen Räumen sind die Spiele auf drei Stockwerke verteilt.

Für ihre Dienstleistung erhält der Verein Geld von der Stadt, diese übernimmt auch die Miete von 35000 Franken – insgesamt 70000 Franken gehen an den Verein. Nun beantragt der Stadtrat eine Erhöhung des Beitrags um 10000 Franken. Denn seit 2010 reduziert sich das Eigenkapitals des Vereins kontinuierlich und der Verein weist ein strukturelles Defizit aus.

Durchschnittliches Defizit von 8000 Franken

Nebst dem Verleih von Spielen und Spielsachen organisiert der Verein auch soziokulturelle Projekte im Quartier oder in der Stadt, wie etwa den eigenen Flohmarkt, die Beteiligung an der Stierparade oder ein Angebot für den Ferienpass. Die Aktivitäten werden von Freiwilligen geleistet. Trotz grossen Engagements sieht die aktuelle finanzielle Situation der Ludothek Zug nicht rosig aus. Die Jahresrechnung 2017 schloss bei einem Aufwand von 56741 Franken mit einem Verlust von 7463 Franken. Nach Verrechnung mit dem Eigenkapital verbleibt dem Verein ein Vermögen von 23093 Franken per Ende 2017. Vor acht Jahren stand das Vereinsvermögen noch bei 75642 Franken. Durchschnittlich wies der Verein in den letzten acht Jahren rund 8000 Franken Defizit aus. Für das Jahr 2018 prognostiziert der Verein ein Aufwand von 59400 Franken gegenüber einem Ertrag von 49000 Franken, was wiederum ein Minus von rund 10000 Franken macht. Somit sei per Ende 2018 mit einem Vereinsvermögen von 13000 bis 15000 Franken zu rechnen, heisst es in der Vorlage.

Die Einschätzung des Bildungsdepartements sieht deshalb folgendermassen aus: «Es ist offensichtlich, dass ohne eine Erhöhung des städtischen Beitrages die Ludothek ihre Leistungen für die Gemeinschaft nicht wie bisher erfüllen kann», ist der Vorlage zu entnehmen. Die soziokulturellen Leistungen seien aber bedeutend für die Stadt Zug, so das Bildungsdepartement weiter. «Sie tragen bei zur Vernetzung und zum Austausch der Bevölkerung, bieten eine Alternative zur zunehmenden Digitalisierung der Lebenswelt und fördern die Entwicklung von Kindern und ihren Familien.» Auch der neue Standort trage zur Belebung der Altstadt bei und die Bibliothek sei in Fussdistanz zu erreichen. Aus diesen Gründen unterstützt das Bildungsdepartement die Erhöhung des städtischen Beitrages.

Städtische Beiträge an die Ludothek

Die Ludothek Zug wurde 1983 eröffnet und 1992 wurde der jährliche Beitrag der Stadt auf 11000 Franken festgelegt. Ab 2004 wurde mit Beschluss des GGR ein jährlich wiederkehrender Beitrag von 55000 Franken bewilligt. Zwei Jahre später wurde der jährliche Mietzins für die damaligen Räumlichkeiten an der Baarerstrasse 120 a+b von der Stadt Zug übernommen. Aus Eigeninitiative schlug der Verein vor, den städtischen Beitrag von 55000 auf 35000 Franken zu reduzieren. Ab dem Jahr 2010 wurde der Ludothek Zug ein reduzierter Betrag ausbezahlt. 2013 beschloss der GGR, den jährlich wiederkehrenden Beitrag auf 35000 Franken zu senken. 2016 zog die Ludothek von der Baarerstrasse in die Ankenwaage um. Der aktuelle Mietzins inklusive Nebenkosten liegt bei rund 35000 Franken jährlich. (red)

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