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Der EVZ-Däne hat sich eingelebt: «Zug ist meine zweite Heimat»

Lukas Bach Nielsen ist in Dänemark geboren und aufgewachsen. Beim EV Zug sieht der 18-jährige Flügelspieler seine Zukunft. Er hat einen bekannten Mentor und Förderer.
Michael Wyss
Lukas Bach Nielsen rüstet sich für eine Profikarriere. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 17. Januar 2019))

Lukas Bach Nielsen rüstet sich für eine Profikarriere. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 17. Januar 2019))

«Nikolaj Ehlers ist mein ganz grosses Vorbild», sagt Lukas Bach Nielsen. Kein Wunder: Ehlers, der 22-jährige Flügelspieler der Winnipeg Jets, und der 18-jährige EVZ-Spieler sind zusammen in Aalborg aufgewachsen und spielten im Quartier Strassenhockey. «Seine Karriere und sein Sprung nach Übersee haben mich beeindruckt», sagt Bach weiter.

Seit der Spielzeit 2015/16 steht er im EVZ unter Vertrag. «Mein Wechsel von Dänemark nach Zug hat Heinz Ehlers eingefädelt, der aktuelle SCL-Tigers-Trainer und Vater von Nikolaj. Er sagte mir, dass in der Schweiz sehr gutes Hockey gespielt wird und Zug für mich ein Top-Ausbildungsverein wäre.» Bach Nielsen stimmt zu: «Die bisherige Zeit möchte ich nicht missen. Ich konnte schon viel profitieren und mich positiv weiterentwickeln.»

Doch der Wechsel fiel ihm nicht leicht: «Ich war 15 Jahre alt, als ich meine Familie und Klassenkameraden verlassen habe und in die Schweiz ging. Es war kein einfacher Schritt. Meine Familie hat mich aber bei dieser Entscheidung unterstützt.» Möglich wäre aber auch gewesen, dass Bach Nielsen eine Fussballkarriere in Aalborg eingeschlagen hätte: «Ich spielte in frühen Jahren nebst Eishockey auch Fussball. Doch ich musste mich entscheiden, da ich nicht beides machen konnte. Und Eishockey gefiel mir einfach besser.»

13 Einsätze in der Swiss League

Der 18-Jährige macht derzeit ein Fernstudium in Englisch und Psychologie. Wohnhaft ist er auf dem Zugerberg bei einer Gastfamilie. «Ich bin ihr für alles dankbar. Sie hat mir sehr geholfen und mich unterstützt, als ich in die Schweiz kam. Sie hat mir den Einstieg erleichtert.» Bach Nielsen spielt seit dieser Saison, nebst den Elite-Junioren, in der Swiss League im Academy-Team der Zuger. Er wurde von Trainer Jason O’Leary bereits 13 Mal aufgeboten. «Es macht mich natürlich stolz, wenn ich berücksichtigt werde», sagt Bach Nielsen.

Seine Brüder Frederik (22) und Oliver (25) spielen Eishockey in Dänemark. «Sie waren auch der Grund, warum ich spiele. Sie haben mich dazu motiviert und sind auch so etwas wie Vorbilder für mich.» Plagt Bach Nielsen auch Fernweh? «Ja klar. Meine Familie lebt in Aalborg. Wir haben aber täglich Kontakt über Social Media. Und wenn die Meisterschaft pausiert, fahre ich nach Hause, oder meine Familie besucht mich auch in der Schweiz. So geht das gut.» Seine Zukunft sieht der Däne in der Schweiz. «Ich möchte hier Eishockeyprofi werden, am liebsten beim EVZ. Zug ist meine zweite Heimat geworden.»

Lust und Frust auf internationalem Parkett

Seinen bisherigen Karrierehöhepunkt erlebte Bach Nielsen zwischen Weihnachten und Neujahr, als er für Dänemark an die U20-WM aufgeboten wurde. Er erlebte ein Wechselbad der Gefühle, denn das Team stieg ab. Dänemark verlor gegen Kasachstan beide Partien 0:4 und 3:4. Dennoch sagt der Flügelspieler: «Das war ein grosses Erlebnis für mich. Die Spiele vor diesen Kulissen, bleiben in Erinnerung. Auch das Duell gegen die Schweiz, das wir 0:4 verloren, bleibt. Fast hätte ich gegen meinen EVZ-Teamkollegen Luca Hollenstein einen Treffer erzielt.»

Zurück auf Klubebene. Welche Ziele verfolgt Bach Nielsen beim EVZ diese Saison? «Mit den Elite-A-Junioren will ich Meister werden und mit der Academy in die Playoffs kommen.» Gut möglich ist, dass Bach Nielsens Ziele in Erfüllung gehen. Beide Teams sind auf Kurs. Die Academy verlor zwar am Sonntag bei Winterthur (2:3 nach Penaltys), steht nach dem 35. Spieltag aber weiterhin auf dem 8. Rang.

Am Mittwoch ist La-Chaux-de-Fonds in Zug zu Gast (19.45, Bossard-Arena), am Freitag heisst der Gegner auswärts Ajoie (20.00, Patinoire Voyeboeuf), und am Sonntag kommt Langenthal (15.00, Bossard-Arena). Lukas Bach Nielsen stellt klar: «Wir müssen punkten, egal wie der Gegner auch immer heisst.»

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