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Leserbrief

Luxus- statt Zweckbau für die Durchgangsstation Steinhausen?

«Planung nimmt erste Hürde», Ausgabe vom 30. August

Zurzeit wird die Asyl-Durchgangsstation in Steinhausen mit einer Massenschlagstruktur geführt. Nun will der Kanton einen Neubau mit mehr als 20 Wohnungen (je mit eigener Küche), Lernwerkstatt, Ludothek und viel anderem Luxus planen. Hierfür hat der Zuger Kantonsrat Ende August in 1. Lesung einen Planungskredit von 1.78 Millionen Franken.

Kosten soll der Bau dann einmal mehr als 15 Millionen Franken. Ein Antrag der SVP, im Neubau auf Wohnungen zu verzichten und diesen wiederum als Massenschlag zu planen, wurde von den anderen Parteien abgelehnt. Mit diesem Antrag hätten die Baukosten massiv reduziert werden können.

Ich sehe nicht ein, weshalb die neue Durchgangsstation nicht wie bis anhin als Massenschlag geführt werden kann. Was für Pfadfinder und Soldaten taugt, muss auch für Asylsuchende, welche in ihrem Herkunftsland angeblich verfolgt und bedroht sind, reichen.

Von CVP und FDP, welche diesen Luxus mit den Wohnungen auf Kosten der Steuerzahler unterstützen, bin ich enttäuscht. Einmal mehr zeigt sich, nur die SVP kämpft konsequent gegen die stetig steigenden Kosten im Asylbereich.

Stefan Sandoz, Präsident SVP, Steinhausen


Eine Luxusanlage als Asyl-Durchgangsstation in Steinhausen wird die SVP nicht zulassen. 1991 wurde der Bevölkerung in Steinhausen gesagt, dass ein Provisorium für Flüchtlinge gebaut werden müsse. Das Provisorium oder besser gesagt, das Providurium, ausgelegt für 88 Plätze, wurde dann teuer für 2.5 Millionen Franken erstellt und steht heute noch. Scheinbar ist das teure Projekt, vermutlich wegen zu schlechtem Unterhalt, schon wieder baufällig. Obwohl die Flüchtlingszahlen seit einigen Jahren rückläufig sind und der Bund einige Bundesasylzentren schliesst, soll nun eine neue Durchgangsstation für 150 bis 250 Personen gebaut werden.

Nicht als Massenschlag, sondern mit vielen einzelnen Wohneinheiten mit separaten Küchen und Bädern. Planungskosten 1.78 Millionen Franken, voraussichtliche Baukosten 15 Millionen Franken, was einem Kubikmeterpreis von gegen 1000 Franken entspricht; also gleichviel, wie für den Bau von Wohnungen im absoluten Luxussegment verwendet wird. Angesichts dessen, dass sich viele Zugerinnen und Zuger in unserem Kanton gar nicht oder nur mit Mühe eine Wohnung leisten können, wäre die Realisation dieses Projektes in dieser Form eine Frechheit.

Einmal mehr steht die SVP gegen alle anderen Parteien alleine da, aber wir werden dieses Projekt in dieser Form zu verhindern wissen, wenn nötig mit einem Volksentscheid.

Thomas Werner, Kantonsrat SVP, Nationalratskandidat, Unterägeri

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