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LUZERN/ZUG: Vom Opfer zum Täter geworden

Das Luzerner Kriminalgericht hat einen 53-Jährigen aus dem Kanton Zug zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt. Er war als sogenannter Geldesel tätig.
Das Kriminalgericht des Kantons Luzern. (Bild: Philipp Schmidli)

Das Kriminalgericht des Kantons Luzern. (Bild: Philipp Schmidli)

Ein Schweizer aus dem Kanton Zug war auf einen Vorschussbetrüger hereingefallen und machte sich in der Folge selber der mehrfachen Geldwäscherei und Urkundenfälschung schuldig. Zwischen Februar und Juli 2016 war der 53-Jährige als sogenannter Geldesel tätig gewesen, wie es die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklage schildert.

Dafür hat ihn der Einzelrichter am Luzerner Kriminalgericht nun zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu je 210 Franken oder insgesamt 10500 Franken bedingt verurteilt, wie aus dem Urteil vom Dienstag hervorgeht. Das Urteil liegt erst im Dispositiv vor. Es ist noch nicht rechtskräftig. Es zeigt aber, dass das Strafmass gegenüber dem Antrag der Staatsanwaltschaft gehörig erhöht wurde. Diese hatte 35 Tagessätze zu je 110 Franken, also insgesamt 3850 Franken bedingt bei einer Probezeit von zwei Jahren und 950 Franken Busse gefordert.

Unbekannter Kreditgeber aus Frankreich

Der Angeklagte war auf der Suche nach einem Kreditgeber 2015 im Internet auf eine ihm unbekannte Person aus Frankreich gestossen. Mit ihr schloss er einen schriftlichen Kreditvertrag über 250000 Euro ab und leistete in der Folge zwischen 40000 und 50000 Franken Gebühren, um an die Kreditsumme zu kommen. Weil ihn schliesslich Zweifel überkamen, leistete er ab Anfangs 2016 keine Vorauszahlungen mehr. Der vermeintliche Kreditgeber bot ihm sodann an, er könne Geld, das ihm andere Kunden schicken würden, an ihn weiterleiten. Der Mann erhielt in der Folge 33 Überweisungen in der Höhe von fast 36000 Franken von diversen Drittpersonen, die er nicht kannte, aus unterschiedlichen Ländern per Überweisung oder Western Union. Ebenfalls per Western Union sandte der Angeklagte das Geld dann weiter an den Kreditgeber.

Wahrheitswidrige Angaben gemacht

Weil das Geld laut der Luzerner Staatsanwaltschaft von verbrecherischer Herkunft war und der Schweizer auf den Empfangsbelegen wahrheitswidrige Angaben zum Geld machte, musste er sich vor Gericht verantworten. Es sei zudem in keiner Weise ersichtlich gewesen, inwiefern die Überweisungen die Auszahlung der Kreditsumme hätten, auslösen oder die Vorauszahlungspflicht hätte tilgen sollen.

sda

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