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«Malen ist mein Lebenselixier»

Mit der Ausstellung «Poesie der Teilchen» in der Shedhalle verbindet die Zuger Künstlerin Margrit Fischer-Hotz eine Botschaft – zum Wohle der Menschen.
Monika Wegmann
Ihr Interesse an der Physik schlägt sich in ihren Arbeiten nieder: die Zuger Künstlerin Margrit Fischer-Hotz. (Bild: Werner Schelbert, 22. Juni 2018)

Ihr Interesse an der Physik schlägt sich in ihren Arbeiten nieder: die Zuger Künstlerin Margrit Fischer-Hotz. (Bild: Werner Schelbert, 22. Juni 2018)

Die Organisation einer Ausstellung ist aufwändig. Vor allem, wenn man schon 80 Jahre alt ist, so wie Margrit Fischer-Hotz, die derzeit ihre neuen Bilder in der Shedhalle zeigt. Das ist der Grund, dass die Künstlerin kürzlich geschrieben hat: «Es wird die letzte Ausstellung sein». Und wiederum vermag die Zugerin mit ihrer «Poesie der Teilchen», so der Titel der Exposition, zu überraschen. Mehrere Leinwände hat die Künstlerin mit vergrösserten Teilchen aus der Quantenphysik zu attraktiven Motiven gestaltet. Wer genau hinsieht, entdeckt spannende Details. So findet sich eine unglaubliche Vielfalt von Teilchen – in Kugel-, Stern-, Blitz- oder Blumenform. Das Motiv gestaltet sie farblich individuell, meist mit pastellfarbenem Hintergrund.

Ein Artikel inspirierte sie

Für die in perfekter Technik gemalten Grossformate hat sie natürliche Pigmentfarben verwendet. «Für die aktuelle Serie wurde ich durch einen Artikel über Laura Couto Rosado, Designerin des Cern in Genf, in einer Publikation des ‹Hochparterre› inspiriert», sagt Margrit Fischer-Hotz. Der Artikel handelte von den neu entdeckten Teilchen der Quantenphysik, die für die Zugerin in faszinierenden Aufnahmen gezeigt wurden. «Diese Teile habe ich festgehalten, weil sie von grosser Bedeutung sind und zur heutigen Kultur gehören.» Aus der Physik sei alles entstanden. Ohne sie hätten wir nichts in der heutigen Zeit. Man denke an das World Wide Web, an die Nanotechnologie, Radiologie, Spitzenmedizin, Verkehrsmittel, die Raumfahrt und vieles mehr.

Auf die Frage, warum sie sich so intensiv den Teilchen widmet und für Physik interessiert, sagt sie schlicht: «Mein Mann war Physiker. Durch ihn hat mich die Materie immer mehr fasziniert. Zudem hatte ich 1991 durch ein einschneidendes Erlebnis eine Vision, der ich bis heute mit unterschiedlichen Arbeiten gefolgt bin.» Das Element mache sich immer bemerkbar. Ein Naturwissenschaftler könnte beim Betrachten ihrer Bilder zu guten Erkenntnissen kommen und inspiriert werden, sich zum Wohle der Menschheit einzusetzen. So betont Margrit Fischer-Hotz: «Die Forschung ist wichtig. Nur sie kann einen Weg finden, um Krankheiten zu heilen. Das ist mein künstlerischer Nachlass.»

Skulpturen aus Gips und Bronze

rüher habe sie anders gemalt, naturalistische Schmetterlinge und Blumen. Mittlerweile ist ihr die Botschaft der neuen Bilder wichtig. Seit Anfang dieses Jahres habe sie daran Tag und Nacht konzentriert gemalt. So seien die zehn grossen Arbeiten auf Leinwänden und Papier entstanden, neben einigen kleineren Werken. Seit sie das Atelier aufgegeben hat, malt Margrit Fischer-Hotz auf dem Stubentisch. Hier schiebt sie selbst grosse Leinwände hin und her, bis das Motiv fertig ist. Die Künstlerin zeigt in der Shedhalle zudem einige Skulpturen aus Bronze und Gips. Für manche Figur liess sie sich von bekannten Künstlern inspirieren. Auch wenn die zierliche ältere Dame davon spricht, dass dies ihre letzte Ausstellung sei, will sie keinesfalls mit dem Malen aufhören: «Die Arbeit für die Ausstellung hat mich schon erschöpft. Aber das Malen ist mein Lebenselixier. Das mache ich gern, oft vergesse ich dabei sogar die Welt.» Doch was macht sie dann mit allen fertig gemalten Bildern? «Ich weiss nicht, mal sehen», sagt sie bedeutungsvoll und lacht.

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